(openPR) Die europäische Schuldenkrise ist längst noch nicht überwunden. Mittlerweile wird an den Finanzmärkten schon als Erfolg gefeiert, wenn es Staaten gelingt, neue Schulden aufzunehmen. Gerade der aktuelle Problemfall Spanien zeigt: Mit Sparen allein ist es nicht getan. Eine ganze Armee von schwäbischen Hausfrauen würde es nicht schaffen, die billionenschwere Schuldenlast abzutragen.
Droht eine Währungsreform? Sind die Tage des Euro wirklich gezählt? Sind die Ersparnisse wirklich noch sicher? Noch vor ein paar Jahren hätte man Spekulationen über eine Währungsreform den kruden Phantasien von Verschwörungstheoretikern zugeordnet. Doch mittlerweile wird ein Währungsschnitt von ernsthaften Ökonomen diskutiert.
Der Mainzer Wirtschaftsjournalist und Buchautor Michael Brückner greift dieses heiße Eisen an. In seiner brisanten Neuerscheinung erklärt er zunächst, weshalb die Gefahr einer Währungsreform in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Er schildert, wie Währungsreformen in der Vergangenheit abliefen – beispielsweise in Deutschland, Russland, der Türkei und in Argentinien.
Ein ganzes Kapitel widmet Brückner dem Bürger als „gläserner Melkkuh“ des Staates. Die Kontrollen werden immer lückenloser, von Privacy kann kaum noch die Rede sein. Angesichts der sprunghaft gestiegenen anonymen Kontenabfragen schlägt nun auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Alarm. In Staaten wie Italien, Belgien und Schweden werden Bargeldtransaktionen bereits drastisch eingeschränkt.
Im zweiten Teil seines Buches gibt der Autor Praxistipps für ein ausgewogenes Sachwertportfolio. Obgleich sich Brückner als Gold-Fan outet, warnt er jedoch davor, zu einseitig in das gelbe Edelmetall zu investieren. Skeptisch ist Michael Brückner zudem bei vermieteten Immobilien. Dafür nennt er Alternativen, die im ersten Moment ein wenig exotisch anmuten, aber dennoch eine bemerkenswerte Performance aufweisen, darunter zum Beispiel Diamanten, Farbedelsteine, Perlen und Porzellan. Breit streuen – diese Devise gilt nach Ansicht Brückners für Geld- ebenso wie für Sachwerte.
Das Buch ist sehr verständlich, sogar spannend geschrieben. Keine Katastrophen-Prosa, aber auch kein Analysten-Fachchinesisch.
Michael Brückner, Vorsicht Währungsreform! Wenn die staatliche Schuldenblase platzt, Kopp-Verlag, Rottenburg, April 2012, 208 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 19,90 Euro.









