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Diversity gerne – Gleichstellung nein danke

03.04.201217:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Diversity gerne – Gleichstellung nein danke
Prof. Dr. Martina Stangel-Mesecke mit Doktorantin Pia Hahn
Prof. Dr. Martina Stangel-Mesecke mit Doktorantin Pia Hahn

(openPR) „Für viele Themen der Gleichstellung besteht in Deutschland noch akuter Handlungsbedarf“, so das Ergebnis des ersten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung 2011. Dem Leitbild der Gleichstellungskommission folgend, sollen sowohl Frauen als auch Männer die entsprechenden Rahmenbedingungen für eine Vereinbarkeit von Erwerbsaufgaben mit Fürsorgeaufgaben vorfinden. Berufliche, einkommens- oder rentenbezogene Nachteile sollen vermieden werden. „Diese Forderung ist derzeit noch nicht erreicht“, so Prof. Dr. phil. Martina Stangel-Meseke, Dekanin für Wirtschaftspsychologie an der privaten Hochschule BiTS in Iserlohn.



Stangel-Meseke, 2008 von der damaligen Bundes-Familienministerin Ursula von der Leyen in die Sachverständigen-Kommission berufen, die den Gleichstellungsbericht der Bundesregierung erstellte, sieht gerade an den relevanten Knotenpunkten im Erwerbsleben, wie Berufseinstieg und Berufsausstieg erhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede und zwar zu Ungunsten der Frauen: „Die aktuelle Diskussion um Gleichstellung 2012 dreht sich auch nach dem hochgelobten und vielseitig rezipierten ersten Gleichstellungsbericht um die bekannten Themen der Gleichstellung – als da wären die Einführung einer Frauenquote zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen, generelle Aufwertung von Frauenberufen, Beseitigung von Mini-Jobs, Einführung von Mindestlöhnen, weibliche Teilzeit als Erwerbsbiografie-Falle und Entgeltungleichheit. Es wird sogar nachdrücklich auf eine drohende Altersarmut der Frauen verwiesen.“

Dass die Zeit drängt, liegt für die Psychologin auf der Hand: „Die Notwendigkeit zu handeln liegt im Kontext des demografischen Wandels und des viel zitierten Fachkräftemangels auf der Hand. Leider ist die Lösung nicht so einfach, sonst hätten wir sie schon längst. Die oben skizzierten Themen bewegen sich in einem Geflecht von institutionellen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, das schwierig zu entwirren ist. Zusätzlich dazu spielen auch Stereotypisierungen in unserer Gesellschaft, Vorbehalte gegenüber Frauen im Erwerb und Rollenbilder zu Frau und Familie eine große Rolle.“

„Für die Entwicklung unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft ist die gleiche Teilhabe von Frauen und Männern im Erwerb ein wesentlicher Faktor.“, so Stangel-Meseke . Auch aus diesem Grund hat der Fachbereich Wirtschaftspsychologie der BiTS gleichstellungsrelevante Themen mit in den Fächerkanon des Bachelor- und Masterstudiengangs aufgenommen. Im Rahmen von Querschnittsfunktionen werden nun in den wirtschaftspsychologischen Veranstaltungen gleichstellungsrelevante Themen immer mit behandelt. Studierende beschäftigen sich mit geschlechtergerechter Personalauswahl, innovativen Arbeitszeitmodellen in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts, organisationspsychologischen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Relevanz von Diversity Management oder lebensereignisorientiertem Personalmanagement für die Gleichstellung. Auch Unternehmen sind mit eingebunden – die erarbeitete Ansätze werden mit Praktikern aus der freien Wirtschaft direkt diskutiert.

Die Promovendin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fachbereichs Wirtschaftspsychologie, Pia Hahn (M.A. Corporate Management beschäftigte sich schon in einer wissenschaftlichen Arbeit im Masterstudiengang mit dem Phänomen der Kompetenzunterschätzung von Frauen. „Die Kompetenzeinschätzung im Kontext der Gehaltsverhandlungen kann bereits beim Berufsaufstieg für Hochschulabsolventinnen den ersten Grundstein für spätere Entgeltungleichheit im Beruf legen“, erklärt Pia Hahn. „Frauen müssen vor allem selbst aktiv werden, sich ihrer beruflichen Ziele bewusst sein und sich für diese einsetzen“. Mit einem sozialpsychologischen Modell will Hahn aufzeigen, welche Maßnahmen Hochschulen ergreifen müssen, um Hochschulabsolventen beiden Geschlechts schon bei der Gehaltsverhandlung die Basis für ein späteres gleiches Entgelt zu ermöglichen. Dass dieses Thema hochaktuell ist, zeigen die beiden Wissenschaftlerinnen, Martina Stangel-Meseke und Pia Hahn am Donnerstag, 5. April im WDR Fernsehen in der Sendung Frau TV. Sie geben Antworten zum Thema Kompetenzunterschätzung der Frauen und Tipps zu relevanten Gegenmaßnahmen.

Autorin:
Prof. Dr. Martina Stangel-Meseke
Dekanin des Fachbereichs Wirtschaftspsychologie an der Business and Information Technology School (BiTS) Iserlohn, Mitglied der Sachverständigenkommission des Ersten Gleichstellungsberichts für die Bundesregierung
E-Mail: E-Mail

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