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Internetnutzung verstärkt soziale Ungleichheit

29.03.2012 • 11:04 Uhr • Medien & Telekommunikation
Bild: Internetnutzung verstärkt soziale Ungleichheit
Cover der aktuellen Ausgabe 01/2012 der Fachzeitschrift Publizistik
Cover der aktuellen Ausgabe 01/2012 der Fachzeitschrift Publizistik

(openPR) Wissenschaftler weisen anhand der ACTA 2008 Ausweitung der digitalen Kluft nach | Aktuelle Studienergebnisse in der Fachzeitschrift Publizistik erschienen

Berlin | Heidelberg | Wiesbaden, 29.03.2012. Wer über wenig Kapital im Sinn von Bildung verfügt, kann weniger Internet-Wissen sammeln. Da sich dieses so genannte kulturelle Kapital aber direkt auf die soziale Position eines Menschen auswirkt, verstärkt die Internetnutzung die soziale Ungleichheit in beide Richtungen. Diese Gesetzmäßigkeit beweisen Wissenschaftler der Universitäten Duisburg-Essen und München durch die Analyse der Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA) 2008. Die Ergebnisse der Studie sind soeben in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Publizistik von Springer VS erschienen.



Basierend auf der Habitus-Kapital-Theorie von Bourdieu haben die Forscher den repräsentativen Datensatz der ACTA 2008 ausgewertet. Obwohl danach 75 Prozent der Deutschen Onliner sind, wird das Internet keineswegs einheitlich genutzt. Bekannte und bereits erforschte Einflussfaktoren wie Geschlecht, Alter und Bildung tragen auch weiterhin zur "digitalen Spaltung" bei. Gleichzeitig kommen die Experten aber zu dem Ergebnis, dass die Position im Internetraum immer stärker davon beeinflusst wird, ob man das Internet für den Beruf benötigt.

Da insgesamt eine Bevölkerungsgruppe stärker von der Internetnutzung profitiert als andere, sind Gleichheit und Gerechtigkeit bedroht. Die immer größer werdende Zahl der Digital Natives tut der Entwicklung einer doppelten Spiralwirkung dabei keinen Abbruch: Personen mit hoher Bildung und hohem sozial-wirtschaftlichen Status sammeln im Internet mehr kulturelles Kapital und verbessern so ihre soziale Position (Aufwärtsspirale). Gefährlich wird dieser Prozess für Personen mit niedriger Formalbildung und prekärer sozio-ökonomischer Ausgangslage: Solche Menschen sammeln im Internet weniger kulturelles Kapital, wodurch das Gesamtkapitalbudget und die soziale Position sinken (Abwärtsspirale).

Weitere Informationen:
www.publizistik-digital.de

Publizistik veröffentlicht viermal jährlich Beiträge aus Theorie und empirischer Forschung zu allen Bereichen der Kommunikationswissenschaft. Das Jahresabonnement (print + online) kostet 122,- Euro. Der Preis für eine Anzeige 1/1 Seite 4c beträgt 1.530,- Euro.

Die Pressemitteilung und das dazugehörige Bildmaterial zum Herunterladen finden Sie hier:
www.springer-vs.de/Pressemitteilung/3710/Internetnutzung-verstaerkt-soziale-Ungleichheit.html

Publizistik ist eine Marke Springer VS | Springer DE. Springer DE ist Teil der Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media.

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Markus Fertig | PR-Referent
tel +49 (0)611 / 78 78 - 181 | fax +49 (0)611 / 78 78 - 451
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