(openPR) Reisejournalisten schlüpfen in die Rolle von Titanic-Passagieren
- Titanic inspiriert zu neuer Form von Reisereportage
- Twitter anno 1912
- Ungewöhnliches Projekt verleiht Titanic-Zeitalter digitalen Glanz
Berlin (motorpress/27.03.2012) „Die Jungfernfahrt der Titanic vor 100 Jahren inspiriert uns zu einer neuen Form des Reisejournalismus“, so Patrick Daubitz. Der Berliner Journalist und Kollegin Kerstin Wellner-Schulz schlüpfen seit einer Woche in die Rolle angehender Titanic-Passagiere. Er als Ingenieur der Automobilbranche, sie als Dame der High Society mit einem Faible für botanische Raritäten und Pflanzenjägerei. Via Twitter erfahren die Follower, warum beide eine Passage auf der Titanic buchen und was im Vorfeld dieser Reise passiert. Die Tweets sind multimedial aufbereitet. Neben zahlreichen Fotoaufnahmen aus Eigenproduktion gibt es historische Bild- und Filmsequenzen aus der Zeit um 1912 zu sehen. Material für dieses Projekt sammelten Daubitz und Wellner-Schulz bei einer Recherchereise durch Irland. Sie begaben sich an den Original-Schauplatz, wo die Titanic entstand, und machten sich in verschiedenen Regionen der Insel mit den Handlungsorten ihrer künftigen Protagonisten vertraut.
„Die klassische Reisereportage erscheint wenig zeitgemäß, bedenken wir, dass das Internet heute ganz andere Möglichkeiten bietet“, sagt Kerstin Wellner-Schulz. „Unser Storytelling würzen wir z. B. mit Links, die auf ungewöhnlichen, teils spektakulären Quellen zum jeweiligen Thema basieren.“ Den Ausschlag für das aktuelle Projekt gibt der bevorstehende 100. Jahrestag der Jungfernfahrt der Titanic. Diese technische Meisterleistung stellt für die Irland-Geschichte der Berliner Journalisten den roten Faden dar. Der Kurznachrichtendienst Twitter dient als ideales Medium, um die Fülle an Material und Texten unterzubringen. „140 Zeichen sind für einen Reisejournalisten Zumutung und Herausforderung zugleich“, meint Patrick Daubitz. Er schlüpft in die Rolle von Wilhelm Friedel, eines deutschen Ingenieurs in der prosperierenden Automobilbranche, der 1912 die Fließbandproduktion in Amerika studieren will und auf dem Weg dorthin Zwischenstation in Irland macht http://twitter.com/titanicwilhelm. Kollegin Kerstin Wellner-Schulz ist die gutsituierte Deutsche Nora Adele de Sombre. 1912 lebt sie schon einige Jahre in Irland, pflegt Kontakte zur adligen Gesellschaft und geht auf zahlreichen Auslandsreisen ihrer Profession als Pflanzenjäger nach http://twitter.com/titanicpassage.
„Wir finden es spannend, die Facetten dieser beiden sehr verschiedenen Charaktere zu zeichnen“, sagt Wellner-Schulz. Historische Fakten sollen die Story dabei möglichst authentisch machen, aber nicht um jeden Preis. Manch' ein Tweet kommt mit einem gehörigen Augenzwinkern daher, wenn beispielsweise der Wilhelm Friedel von 1912 sein müdes Haupt in einer Herberge des Jahres 2012 zur Ruhe bettet. „Dieses Potenzial haben die neuen Medien für uns“, betont Daubitz. Es kommt heute darauf an, dem Leser nicht nur Geschichte und Geschichten zu bieten, sondern diese auch in der Gegenwart erlebbar zu machen. Eine bewusste Vergrößerung der Zielgruppe erreichen die Berliner Reisejournalisten, indem er englisch und sie deutsch twittert. Die Follower erlebten bereits einen ersten Höhepunkt der Story. Denn in Belfast, am Geburtsort der Titanic, kreuzen sich ganz überraschend die Wege der beiden Protagonisten. Was Wilhelm Friedel bis dahin erlebt hat, zeigt ein Klick auf die neuesten Bilder unter folgendem Link http://twitter.com/titanicwilhelm.













