(openPR) Wirtschaftsspionage, Cyber-Angriff, Marken- und Produktpiraterie: Mit einem der spannendsten und brisantesten Wirtschaftsthemen unserer Zeit erwies sich auch die 20. Auflage des Technologie- und InnovationsFORUM Pfalz am 21.03.2012 als wahrer Publikumsmagnet. Rund 200 Besucher trafen sich zur größten Technologiebörse der Pfalz in Hörsälen und Foyer von Gebäude 42 an der TU Kaiserslautern. Diese lud gemeinsam mit der IHK Pfalz zum bewährten Konzept aus Vortragsreihe, Ausstellung und Workshops ein. Dabei informierten und diskutierten Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über Produkte, Dienstleistungen und Verfahren zur Abwehr von Unternehmensrisiken.
Nach den Grußworten von Gastgebern und Hausherren, IHK-Vizepräsident Albrecht Hornbach und TU-Präsident Professor Helmut J. Schmidt, warnte die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke in ihrem Vortrag vor Bedrohungen und Sicherheitsrisiken gerade kleiner und mittelständischer Unternehmen in einer immer stärker vernetzten, globalen Wirtschaft. Daher sei es wichtig durch neue innovative Systeme, Produkte und Organisationsansätze zur Unternehmenssicherheit die Absicherung der Wettbewerbschancen voranzutreiben.
Herbert Kurek, Referatsleiter im Bundesamt für Verfassungsschutz, bezifferte den Schaden für die deutsche Wirtschaft durch Spionage auf circa 20 Mrd. Euro jährlich. „Prävention durch Information“ laute daher die Devise seiner Behörde, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Thema „Sicherheit“ in den Chefetagen deutscher Unternehmen zu verankern. Sein Vortrag schloss in der Aussage: „Sicherheit ist kein Zustand - Sicherheit ist Verhalten“. Die Möglichkeiten und Grenzen sicherer Systeme beleuchtete Professor Peter Liggesmeyer vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE). Anschaulich präsentierte er die Zusammenhänge von Daten- und Funktionssicherheit, beispielsweise wenn ein Reifendruckwarnsystem eines Autos durch externe Funksignale so manipuliert wird, dass falsche Drücke und fehlerhafte Warnungen angezeigt werden.
Lösungsansätze zum Schutz von Unternehmen durch innovative hochauflösende Video-Systeme zeigte Thomas Degelow. Sein Unternehmen, die MOBOTIX AG aus Winnweiler - ein Spin-Off der TU - ist Weltmarktführer in diesem Marktsegment. Die neu entwickelte Video-Kamera mit 3,1 Megapixel zeichnet rund 30-mal mehr Details auf als das analoge Vorgängermodell, wodurch große Bildbereiche bis zum 360°-Rundumblick möglich sind. So können zum Beispiel vier Spuren einer Tankstelle anstatt mit vier herkömmlichen Kameras mit einer MOBOTIX-Kamera aufgezeichnet werden, was einerseits zu einer enormen Kostenersparnis führt und andererseits weniger Netzwerk-Bandbreite benötigt, da alle Daten direkt in der Kamera verarbeitet werden.
Neben diesen Fachvorträgen rundeten Workshops zu den Themenfeldern „Fälschungen – Ursachen und Folgen der Verletzung von gewerblichen Schutzrechten“ (Dr. Cornelia Blau, Philipp Hanske), „Social Media - Sicherheit in sozialen Netzen“ (Joachim Götze) und „Piraterie gefährdete Produkte – Schutzmaßnahmen“ (Dr. Erwin Thiel, Frank Oberli, Professor Jan Aurich, Christian Bohr, Jan-Niko Kranz) das abwechslungsreiche Programm ab. Zusätzlich präsentierten rheinland-pfälzische Unternehmen und Wissenschaftsinstitute ihr Portfolio im Bereich „Sicherheit“ im Rahmen einer fachbegleitenden Ausstellung, darunter erstmalig das gemeinsame Netzwerk zum Technologie- und Wissenstransfer rheinland-pfälzischer Hochschulen „naWI/twin“.
An den Ausstellungsständen stand das „Networking“ im Mittelpunkt des Gedanken- und Informationsaustausches einer – so die einhellige Meinung der Besucher – rundum gelungenen Veranstaltung, die sich seit über zwei Jahrzehnten als Trendsetter im Aufspüren innovativer wirtschafts- und wissenschaftsrelevanter Themen entwickelt und etabliert hat.
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Über das Unternehmen
Zukunftsorientierte Studiengänge, eine praxisnahe Ausbildung und eine moderne Infrastruktur, das sind die Rahmenbedingungen, die Studierende an der TU Kaiserslautern vorfinden. Die einzig technisch-ingenieurwissenschaftlich ausgerichtete Universität in Rheinland-Pfalz hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1970 eine beachtliche Reputation erworben und braucht den Vergleich mit etablierten technischen Hochschulen nicht zu scheuen.
Die Auszeichnung der TU Kaiserslautern, die im Oktober 2009 im bundesweiten Wettbewerb „Exzellenz in der Lehre“ als eine der sechs Sieger-Universitäten hervorging, ist lebender Beweis für den hohen Stellenwert der Lehre an der Universität.
Als Campus-Universität mit rund 13.500 Studierenden bietet sie in zwölf Fachbereichen über 100 zukunfts- und praxisorientierte Studiengänge an und gewährleistet durch ihre überschaubare Größe engen Kontakt zu Professoren sowie eine ausgezeichnete Betreuungssituation. Darüber hinaus profitieren die Studierenden von den zahlreichen international renommierten Forschungs-einrichtungen, darunter zwei Fraunhofer-Institute, ein Max-Planck-Institut, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und das Institut für Verbundwerkstoffe, die unmittelbar auf dem Campus bzw. in der Nähe angesiedelt sind und im Bereich der angewandten Forschung eng mit der TU kooperieren. Gut ist auch die Wohnungssituation für Studierende: In unmittelbarer Nähe zum Campus stehen mehr als 2.000 Wohnheimplätze zur Verfügung, die alle über einen kostenlosen Internet-Zugang verfügen. Der Campus der Technischen Universität Kaiserslautern, idyllisch am Rande des Pfälzer Waldes gelegen, hat auch über die fachliche Ausbildung hinaus einiges zu bieten.
Im Januar 2010 waren die TU Kaiserslautern und die Institute IESE, ITWM, DFKI sowie das ITA zweifacher Sieger von insgesamt fünf Gewinnern im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).
Zwei Forschungszentren wurden Mitte 2008 an der TU Kaiserslautern gegründet, die das Ziel verfolgen, große, koordinierte Forschungsvorhaben, z. B. Sonder-forschungsbereiche einzurichten und erfolgreich Projekte im Rahmen nationaler und internationaler Fördermaßnahmen der Exzellenz einzuwerben.
Das Forschungszentrum „Center of Mathematical and Computational Modelling“ (CM)² arbeitet auf den Gebieten Entwicklung, Anwendung und Verbesserung mathematischer Modelle in den Ingenieurwissenschaften. http://cmcm.uni-kl.de/
Das "Zentrum für Optik und Materialwissenschaften" (OPTIMAS) behandelt die Wechselwirkung von Licht, Spin (Magnetismus) und Materie in verschiedenster Form. Ziel dieses Forschungszentrum ist der weitere Ausbau der national und international anerkannten Forschungs- und Ausbildungsstruktur an der TU Kaiserslautern. http://www.uni-kl.de/optimas/
Forschungsschwerpunkte an der TU Kaiserslautern:
• Advanced Materials Engineering (AME),
• Ambient Systems – Technologies and Applications (AmSys),
• Membrane Transport: From Molecular Principles to Physiological Relevance (Membrane Transport),
• Nanostructured Catalysts for an Efficient Use of Raw Materials (NanoKat)
• Nachhaltige Bauwirtschaft (Sustainable Resource Conservation in Civil Engineering, Urbanism and Economy – RESCUE)
International renommierte Forschungseinrichtungen, die unmittelbar auf dem Campus bzw. in der Nähe angesiedelt sind:
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Institut für Verbundwerkstoffe (IVW)
Institut für Biotechnologie und Wirkstoffforschung e. V. (IBWF)
Institut für Oberflächen und Schichtanalytik GmbH (IFOS),
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software-Engineering (IESE)
Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM)
Fraunhofer Institut für Physikalische Messtechnik (IPM)
Institut für Technologie und Arbeit (ITA)
Max-Planck-Institut für Softwaresysteme (MPI).