(openPR) Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) stellt derzeit nicht nur die Krankenkassen vor Herausforderungen. Auch bei den beteiligten Dienstleistern läuft der Betrieb auf Hochtouren. Grund: Bis zum kommenden Jahr sollen 70 Prozent der Versicherten mit der eGK ausstattet sein. Wird die Quote nicht erreicht, stehen den betroffenen Krankenkassen Sanktionen ins Haus. Neben den persönlichen Daten trägt die eGK von Beginn an ein integriertes Lichtbild des Versicherten. Was später die eindeutige Identifikation des Karteninhabers ermöglichen soll, sorgt nun für den großen Aufwand bei den Krankenkassen. Deshalb haben die DOCUsystem GmbH aus dem hessischen Rödermark und der Kartenspezialist PAV aus Lütjensee bei Hamburg eine Kooperation beschlossen. Das Ziel ist es, die Produktions- und Verarbeitungsprozesse rund um das Bildmanagement für die eGK zu optimieren, um den Krankenkassen einen besseren und schnelleren Service zu bieten.
„Mit ihren unterschiedlichen Ausrichtungen ergänzen sich beide Unternehmen hervorragend“, betont Nils Ulrich, Marketing- und Vertriebsleiter bei DOCUsystem. Das Unternehmen aus Süddeutschland ist im Dokumentenmanagement und Lettershop auf die Zusammenarbeit mit mittelständischen Kunden spezialisiert. DOCUsystem übernimmt im Rahmen der Kooperation den Druck und den Versand der Lichtbildanforderungen. an die Kunden der Krankenkassen. Ulrich erläutert: „Während die Erstauflagen der Briefe je nach Krankenkasse durchaus im Millionenbereich liegen, müssen in den weiteren Schritten nach und nach kleinere Mengen von Kunden angeschrieben werden“. Dies erfordert völlig andere Maschinen und Verarbeitungsschritte.
Für Mike Dyslewski, Projektleiter für das Lichtbildmanagement bei PAV, ist die Zusammenarbeit mit den Hessen auch eine echte Entlastung: „Unsere Kernkompetenzen bei der eGK sind die Kartenproduktion und das Bildmanagement. Zudem bedrucken und kuvertieren wir die Briefe.“ Das Familienunternehmen ist als eines der größten der Branche jedoch nicht auf die hier benötigten Kleinauflagen spezialisiert. Während die erste Seite des Schreibens nach den Vorgaben der jeweiligen Krankenkasse ausgeführt wird, bestimmt der Weiterverarbeitungsprozess bei PAV die zweite Seite. „Wir halten uns hier an die Vorgaben von PAV – nur so ist eine schnelle und reibungslose Verarbeitung der Bilder zu gewährleisten“, betont Nils Ulrich. Erster Kunde der Kooperation war die Wiesbadener R+V BKK. Auch sie profitiert laut Ulrich von der Zusammenarbeit der beiden Dienstleister: „Wenn beide ihr Know-how kombinieren und Kapazitäten optimal nutzen, zahlt sich dies unter dem Strich für alle aus.“
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