(openPR) Zu deutsch: „Für mein Bolivien“ – es heißt aber auch: für Dich, für mich, für uns alle..das war das Motto einer Großveranstaltung zum Thema: Rettet den Regenwald und Straßenkinder in Bolivien. Das Land Bolivien in Südamerika gelegen, kommt aus den Problemzonen nicht heraus. Sei es das Problem mit dem Regenwald, das nun seit Baubeginn der Transamazonica – eine Straßenverbindung von der Ost – zur Westküste Südamerikas, die bis heute nicht fertig geworden ist, nicht fertig werden kann, weil der Regenwald sich auf natürliche Weise wehrt. Zumindest in gewisser Weise, denn durch abholzen der tropischen Regenwälder wird der vermeintlich wertvolle Boden durch ergiebige Regenfälle fortgeschwemmt. Insofern kein Gewinn, weder für etwaig gewonnener Bodenfläche als Anbaufläche für Agrarprodukte noch für einen Straßenbau, der immer wieder ausgebremst wird.
Sind letzteres nicht die Naturgewalten, so sind es seit Jahrzehnten viele Akteure, Vereine und neuerdings endlich auch die Einwohner des Landes, die gegen das sinnlose Abholzen der Regenwälder ankämpfen.
Es geht ja nicht nur ums Holz, sondern vielmehr um die Bedeutung des Regenwaldes für das gesamte Erdklima.
Regenwälder, aber auch Wälder im allgemeinen sind CO² Speicher, Katalysatoren für die ganze Welt. Je mehr man von diesen Arealen vernichtet, je weniger Speicherkapazitäten stehen für die Aufnahme des Klimaerwärmenden Stoffes zur Verfügung. Man wird natürlich sagen – wie in Kanada – wir holzen ja nicht nur ab, wir pflanzen ja auch wieder neu. Dabei wird allzu oft verschwiegen, daß das Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte dauern kann, bis die Neuanpflanzungen dieselbe Kapazität erreichen. Dazu kommt, daß auch die Neuanpflanzungen nicht wirklich als zukünftiger Regenwald, sondern vielmehr für eine ertragreiche und langfristige Holzwirtschaft gedacht sind.
In Indonesien wird Ha um Ha Regenwald gerodet, um Ölpalmen anpflanzen zu können. Wer es noch nicht weiß: diese Anpflanzungen sind Wirtschaftsgut und das, was man daraus macht, ist der vielgelobte Biokraftstoff für unsere Autos in Deutschland – als (soweit in Erfahrung gebracht werden konnte) Hauptabnehmer dieses Wirtschaftsgutes. Wenn man so will, wird in Deutschland der Umweltschutz zwar großgeschrieben, werden auf Umweltministerkonferenzen große Forderungen an die Welt gestellt, gleichzeitig aber durch den Import von Biokraftrohstoffen aber auch und völlig problemlos die Zerstörung von Regenwäldern in Kauf genommen – eigentlich sogar gefördert. Man kann also im Grunde gar nicht genug um jeden einzelnen Regenwaldbaum kämpfen.
Aber nicht nur Regenwälder waren Inhalt der Veranstaltung, sondern auch die Förderung der Straßenkinder in Bolivien – hierzu leistete der Hamburger Fotojournalist und Filmemacher Micheal Kottmeier einen bedeutenden Beitrag – eine Fotostrecke ist noch bis zum 4. April 2012 in den Räumen der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt – Hamburg zu besichtigen. Auf der Abschlußveranstaltung zeigen wir dann auch noch einen Film von ihm, welcher in Bolivien entstand. Auch die Straßenkinder sind unsere kommende Generation und umso wichtiger ist es, daß diese ausreichend Bildung/Förderung erhalten – gerade in so wichtigen Regenwaldregionen. Es ist wichtig, daß sie erfahren, welche Verantwortung sie eines Tages übernehmen und lernen, daß ein paar Dollar für abgesägte Tropenhölzer nicht das Ziel der Zukunft der Menschheit sein kann.
Kommen wir zurück zu PROmiBolivia. Natürlich ist einem Veranstalter bewusst, daß ein solches Event auch seine Tücken hat. Einerseits – wie schon erwähnt – kann man gar nicht genug zum Schutz der Regenwälder tun, andererseits aber reagieren die Landesvertreter auf solche Aktionen nicht immer gerade wohlwollend. Wir wussten also, daß von der Vertretung Boliviens keiner kommen würde. Bei den bei uns lebenden Bolivianerinnen und Bolivianer sah es da schon deutlich anders aus. So entstand eine Veranstaltung mit viel Informativen Inhalten, aber auch eine, die die angenehme typisch südamerikanische Stimmung wiederspiegelte. Es gab den Informationsaustausch und die zumindest geistige Vereinigung mit den Akteuren von TIPNIS, die den Marsch zum Regierungspalast und somit zum Präsidenten Evo Morales in Szene gesetzt haben und es gab Musik und kulturelle Tanzaufführungen bis hin zum Tanz der Gäste selbst. Man hatte das Gefühl, daß – wenn auch nur an diesen erinnerungswürdigen 8. März 2012 – sich die bolivianischen Gäste zu Hause fühlten, sich verstanden sahen. Am 4. April 2012 ab 16 Uhr wird es in denselben Räumen (Stadthausbrücke 8 (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt – Hamburg)) ein deutlich kleineres, aber nicht weniger Interessantes Update der Großveranstaltung geben. Wir hoffen, möglichst viele Menschen mit unserer Message zu erreichen und bleiben am Ball – wie man so sagt.
Bereits im Vorwege bei den Vorbereitungen gab es schon diverse Anfragen, ob man Veranstaltungen in dieser Art nicht auch an anderen Orten auf der Welt organisieren kann – nun man wird sehen.
Auch wenn unsere Aktionsveranstaltung sicher nur ein vernichtend kleiner Tropfen auf dem heißen Stein war/ist, so ist es einer und wir hoffen auf viele Nachahmer.
An dieser Stelle möchten wir auch die Gelegenheit wahrnehmen, uns bei den rund 30 Akteuren zu bedanken.
Mit dabei waren unter anderen die HOT BANDITOZ, CHIXX-CLIQUE, Mario Reynoso und die Combo Rumbambe, Sergio Viruez und Band, Jürgen Schütt, die Tanzgruppe Kantute und Titicaca und seine Tanztruppe und viele andere Helfer mehr.
Ein besonderer Dank geht an Isabel C. de Gottschalk als Ideengeberin und Hauptmitorganisatorin und ihre Tochter Gabriele Gottschalk als Schirmherrin der Veranstaltung.
AE.Untiet











