(openPR) Die Ausstellung „In bester Gesellschaft“ ist eine Hommage an Antoni Tàpies (1923-2012), Eduardo Chillida (1924-2002) und Jorge Oteiza (1908-2003) und zeigt ausgewählte grafische Werke dieser drei wichtigen spanischen Künstler.
Sie sind Teil einer Künstlergeneration, die durch ein gemeinsames Schicksal geprägt, entscheidend die Kunst der (Nach-)Bürgerkriegsjahre revolutionierte, die internationale Präsenz dieser starken und emotionalen Kunst förderte, mit allen künstlerischen Konventionen brach und sich durch Ideenfreiheit und Innovation auszeichnete.
Die grafischen Werke von Antoni Tàpies zeigen das Gegensätzliche im Temperament des Künstlers, die große Geschlossenheit und hohen Kontraste. Sie sind Ausdruck einer fortwährend im Aufruhr begriffenen Kunst, in der ein spürbarer Widerstand formuliert war, ja sogar etwas Gewaltsames. Der Künstler sagte einmal, jedes seiner Werke entstünde aus einem anderen - als Gegenposition, als Variation, als Korollarium, und sei ein Plädoyer für Demokratie, Meinungsfreiheit und Frieden. Eduardo Chillida, international vor allem für seine Skulpturen bekannt, hat uns ein überwältigendes Werk auf Papier hinterlassen. Seine grafischen Werke zeichnen sich durch kompakte Kompositionen von kubischer und geschlossener Form aus, in denen sich die Linien bis hin zur schwarzen Fläche, die den Raum in Positiv und Negativ, in Fläche und Raum aufspalten, entwickeln. Seine Bildgegenstände erinnern an nichts Bekanntes, weder an etwas aus der Wirklichkeit noch an etwas aus der Geometrie.
Jorge Oteiza entwickelte in seinen Werken eine rationalistische, fast wissenschaftliche Ästhetik, eine historiographische Methode, die er auf die Entwicklung der künstlerischen Sprachen anwendet sowie auf die zyklischen und sich wiederholende Rhythmen der natürlichen Verläufe: Geburt, Wachstum, Niedergang. Er strebte eine Kunst an, die eine von der objektiven und logischen Philosophie unabhängige Ästhetik besitzt, und in der die Wahrheiten künstlerisch sind.
Die Werke, aus verschiedenen Schaffensphasen ihrer künstlerischen Arbeit, spiegeln die jeweilige Entwicklung, die unterschiedlichen Persönlichkeiten sowie das Wesentliche ihrer Generation wider und zeigen eine individuelle Auseinandersetzung mit den Problemen ihrer Zeit.
In der Ausstellung werden insgesamt 18 Werke präsentiert, davon 10 Werke von Antoni Tàpies.













