(openPR) Konstruktionsprinzipien im Werk von Stefan Polónyi
Die Ausstellung zeigt die vielfältigen baulichen Lösungen, zu denen der Ingenieur Stefan Polónyi im Laufe seines Arbeitslebens gefunden hat. Er hat mit namhaften Architekten zusammengearbeitet. Präsentiert wird die Ausstellung vom M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW in Kooperation mit der TU Dortmund. Gezeigt wird sie vom 5. Mai bis zum 24. Juni 2012 im Dortmunder U. Die Ausstellung ist der Auftakt zu einer Ausstellungsreihe des M:AI, die sich mit den unterschiedlichen Aufgabenfeldern von Ingenieuren im Hochbau beschäftigen wird.
„Es ist nicht Aufgabe des Ingenieurs, dem Architekten klarzumachen, dass es nicht geht, sondern zu zeigen, wie es geht“, sagt Stefan Polónyi, einer der wegweisenden Ingenieure des späten 20. Jahrhunderts. Gestalt und Material in einen Dialog zu bringen, ist für Polónyi bei jeder Bauaufgabe eine Herausforderung. Er hat den Dialog mit den Architekten gesucht und oft im Diskurs bauliche Lösungen erarbeitet. So auch in der Lehre: Er hat das „Dortmunder Modell“ entwickelt, das an der Hochschule die beiden Studiengänge Architektur und Bauingenieurwesen zusammenbrachte, ohne die Profile beider Disziplinen aufzulösen. Damit speiste Polónyi seine Auffassung von der Arbeit eines Ingenieurs in die Ausbildung mit ein – die Wechselwirkung mit der Architektur zu suchen, um Gestalt und Tragwerk zu einer eignen Ästhetik zu verbinden. Mittlerweile befindet sich Polónyis Vorlass im A:AI an der TU Dortmund. Dieses umfangreiche Material bildet die Grundlage für die wissenschaftliche Erarbeitung der Ausstellung und wird in Teilen erstmals in der Ausstellung zu sehen sein.
Die Ausstellung
Polónyi hat besonders in den 1990er Jahren zahlreiche, gut sichtbare Spuren in NRW, besonders im Ruhrgebiet hinterlassen: Dazu gehören unter anderem die Brückenkonstruktionen, die er für einige IBA-Projekte entwickelt hat. Aber auch aus anderen Schaffensphasen in seinem Gesamtwerk werden in der Ausstellung Projekte gezeigt, die die Umsetzung von Konstruktionsprinzipien in Tragwerkslösungen vertiefen. „Tragende Linien und tragende Flächen“, die Grundprinzipien von Tragwerken dienen zur Systematisierung der Präsentation.
Anhand von interaktiven Modellen werden in der Ausstellung die grundsätzlichen Wirkmechanismen von Tragen und Lasten nachvollziehbar und ihre Umsetzung in den wichtigen Tragwerkslösungen von Polónyi veranschaulicht. Wie wirken Zug- und Druckkräfte, wie lassen sie sich auf Materialien und Form verteilen? Wie werden die Kräfte von Tragen und Lasten optimal im Tragwerk eines Gebäudes umgesetzt? Welche Tragwerkslösung setzt den architektonischen Entwurf am besten um? Bei diesen Ausstellungsmodellen handelt es sich nicht um digitale Modelle, sondern um rund 10 Objekte zum Anfassen. Die Modelle werden von Architekturstudierenden der TU Dortmund entwickelt und im Rahmen eines Modellbauseminars gefertigt.
Ort und Zeit:
5. Mai bis 24. Juni 2012
Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch 11:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag, Freitag 11:00 – 20:00 Uhr
Samstag, Sonntag 11:00 – 18:00 Uhr
Montags geschlossen
Christi Himmelfahrt u. Fronleichnam: 11:00 -18:00 Uhr




















