(openPR) Stimmbenutzung ist Sport! Ihre Muskeln werden beim Sprechen im Berufsalltag und bei der Kommunikation mit Ihren Mitmenschen stark beansprucht. Ist es deshalb nicht absolut sinnvoll, dass man sich für einen stimmintensiven Alltag vorbereiten muss? Was machen beispielsweise bevor Sie laufen gehen oder mit dem Krafttraining im Fitnessstudio beginnen?- Richtig, Sie wärmen Ihre Muskeln auf. Ansonsten droht eine falsche Beanspruchung der Muskelgruppen und Sie müssen am Folgetag mit einem Muskelkater rechnen. Genauso verhält es sich auch mit unserer Stimme: das Aufwärmtraining ist Pflicht
Wie können Sie nun Ihre Stimme für den Tag aufwärmen? Hier einige Tricks, präsentiert von www.stimm-sprachseminare.de:
- Nach dem Aufwachen gähnen Sie lauthals im Bett! Das weitet den Rachen und bewegt den Kehlkopf. Diese benötigen Sie für eine tragfähige Stimme, die im Alltag eine angepasste Sprechmelodie bietet.
- Nach dem Aufstehen, stellen Sie sich aufrecht hin. Senken Sie ihren Kopf nun nach rechts Richtung Schulter ab. Stellen Sie sich dabei vor, ihr Ohr wolle Ihre Schulter berühren. Spüren Sie die entstandene Dehnung nach und kommen Sie nach ein paar Sekunden wieder in die Ursprungsposition zurück. Nun machen Sie das Gleiche mit der linken Seite! Die Dehnung ihrer seitlichen Halsmuskulatur ist äußerst wichtig, um in eine lockere Stimmgebung zu kommen.
- Summen Sie unter der Dusche zu dem laufenden Hit im Radio und machen dazu Kaubewegungen des Kiefers. Auch können Sie ihren Brustkorb beim Summen leicht abklopfen. Das löst sanft den Schleim von ihren Stimmbändern, der sich über Nacht gebildet hat.
- Benutzen Sie nicht Ihr Handtuch - schütteln Sie das Wasser ab, mit dem Sie Ihr Gesicht gewaschen haben. Das kann sehr stimmeffektiv sein! Hierzu lassen Sie den Unterkiefer locker hängen und schütteln ihren Kopf hin und her. Das erinnert an einen Hund, der seinen Kopf hin und her schwingt, wenn er nass ist. Die Kieferlockerung ist wichtig, um unsere Artikulationsmuskulatur so gut wie nur möglich einsetzen zu können und verhindert eine undeutliche, gar „nuschelige“ Aussprache.
- Auf dem Weg vom Badezimmer in die Küche kann man das sogenannte „Lippenflattern“ äußerst gut einsetzen. Die Lippen liegen dazu locker aufeinander und werden befeuchtet. Nun blasen Sie die Luft gegen ihre Lippen, wodurch diese beginnen zu „flattern“. Das ist ein beliebtes Spiel aus Kindheitstagen, welches aber stimmtherapeutisch große Wirkung zeigt. Auf der einen Seite lockern Sie Ihre Lippenmuskulatur und präparieren sie für eine leichte und dennoch präzise Lippenformung beim Sprechen. Auf der anderen Seite massieren Sie damit ihre stimmgebende Muskulatur weich und schonend durch, wenn Sie das Lippenflattern zusätzlich auf einen für Sie angenehmen Ton durchführen.
- Lassen Sie Ihre Zunge 6 mal im Mundvorhof (also zwischen den Zähnen und den Lippen) nach rechts und sechs mal nach links kreisen. Das hilft für eine „wache Zunge“ beim Sprechen und soll die Stimme „nach vorne bringen“. Das bedeutet, dass Sie eineresonanzreiche und volle Stimme erhalten und nicht eng oder knödelig sprechen.











