(openPR) Wiesbaden, 20. August 2003 – Die Zuwachsraten im Neugeschäft des ersten Halbjahres 2003 waren bei den DBV-Winterthur Versicherungen in den Sparten Lebensversicherung und Krankenversicherung gut. In der Schadenversicherung wurde das Neugeschäft nach dem starken Wachstum der Vorjahre plangemäß reduziert. Die konsolidierten Bruttobeiträge erreichten im Berichtszeitraum 1.760,5 Mio. Euro. Dies ist ein Minus von 1,4 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die konsolidierten Kapitalanlagen erhöhten sich seit Januar um 2,5 % auf 20.966,3 Mio. Euro. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen erreichte 5,02 % und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 3,76 %.
Die DBV-Winterthur Lebensversicherung AG konnte im Berichtszeitraum die Beitragssumme im Neugeschäft deutlich um 11 % steigern. Trotzdem gingen die gebuchten Beiträge um 6,7 % zurück. Gründe dafür waren zum einen ein Sondereffekt im Vorjahr, der für die verstärkte Zuführung von Versicherungen gegen Einmalbeitrag sorgte und zum anderen der hohe planmäßige Ablauf von 12jährigen Verträgen im ersten Halbjahr.
Für die zweite Jahreshälfte erwartet das Unternehmen eine weitere Steigerung des Neugeschäfts, insbesondere wegen seiner starken Stellung im Wachstumsfeld betriebliche Altersversorgung. Angesichts der weiteren planmäßigen Abläufe von Versicherungen geht Vorstandsvorsitzender Dr. Nickel-Waninger für das Gesamtjahr 2003 von Beiträgen auf Vorjahresniveau aus.
Die DBV-Winterthur Krankenversicherung AG konnte 2003 eine Steigerung des Neugeschäfts um 8,6 % gegenüber dem Vorjahreswert melden. Im Berichtszeitraum stiegen die gebuchten Beiträge um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gesetzänderung zur Anhebung der Versicherungspflichtgrenze zum 1. Januar 2003 auf 3.825 Euro hat das Neugeschäft unterstützt.
Mit der Einführung des Tarifs Vision B für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes wurde ein Krankenversicherungsprodukt geschaffen, das 2.500 Kunden im Berichtszeitraum neu abgeschlossen haben. Insgesamt wählten 4.800 Kunden den Spezialtarif. Der Visions-Tarif für Beschäftigte in der Privatwirtschaft wurde bisher von 5.600 Kunden abgeschlossen.
Im Geschäftsjahr 2003 insgesamt erwartet das Unternehmen ein Wachstum der gebuchten Beiträge um 5 %.
Die Schaden- und Unfallversicherer der DBV-Winterthur Gruppe haben im ersten Halbjahr 2003 ihre gebuchten Beiträge um 2,3 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erhöht. Die Steigerung speist sich zum einen aus Bestandszuwächsen in der Allgemeinen Haftpflichtversicherung sowie der Sach-, Transport- und Kautionsversicherung und zum anderen aus Prämienerhöhungen.
Auf Grund des Schadenverlaufs in der Kraftfahrtsparte haben die Unternehmen begonnen, sich von verlustreichem Geschäft zu trennen. Gleichzeitig wurden Tariferhöhungen durchgeführt. Die Beiträge in den Kraftfahrtsparten haben sich insgesamt gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres reduziert. Für das Gesamtjahr 2003 geht man in Wiesbaden von einer geringeren Beitragssteigerung aus, als sie der Halbjahresabschluss zeigt.
Ausblick
In den Personenversicherungen (Leben/Kranken) erwartet Vorstandsvorsitzender Dr. Hartmut Nickel-Waninger zusätzliche Impulse durch die notwendigen Reformen der sozialen Sicherungssysteme. Insbesondere die unvermeidlichen Anpassungen in der gesetzlichen Rentenversicherung und die Änderungen im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenver-sicherung werden den privaten Vorsorgebedarf erhöhen.
In der Kapitalanlage soll der disziplinierte Anlagestil fortgesetzt werden, der sich an der Risikokapazität von Versicherern orientiert. Aus der Erkenntnis heraus, dass künftig nicht mehr so hohe Kapitalanlageergebnisse möglich sein werden, wird im Unternehmen das Projekt ESKO (Effizient, Schlank, Kostenorientiert) zur Nutzung von Einsparungs- und Synergiepotenzialen weiter umgesetzt.
Das Geschäftsjahr 2003 wird zu einer großen Herausforderung für das Unternehmen. In der Versicherungstechnik der Personenversicherung erwartet man gegenüber dem Vorjahr gesunkene Ergebnisse.
In der Schadenversicherung wird es erneut zu negativen Ergebnissen kommen. Insgesamt führen diese Entwicklungen in der aktuellen Hochrechnung für das Jahr 2003 zu einem negativen Konzern- und Holding-Ergebnis. Siehe dazu auch Ad hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG vom 8. August 2003. Die DBV-Winterthur Versicherungen haben bereits Schritte eingeleitet, um die Ertragskraft zu steigern.
Für weitere Auskünfte:DBV-Winterthur VersicherungenPresse- und Öffentlichkeitsarbeit Hartmut GrambergTel. (+49) 0611 363-2593 / Fax (+49) 0611 363-4161
Internet:Diese Pressemitteilung ist auch über die Homepage der DBV-Winterthur abrufbar:http://www.dbv-winterthur.de



