(openPR) „Spüren Sie ein leichtes Vibrieren?“ fragt Fabiola Jansen ihre Patientin, die vor ihr auf dem Behandlungsstuhl sitzt. „Ich führe einen so genannten Stimmgabeltest bei Ihnen durch, damit kann ich die Funktion ihrer tief liegenden Nerven überprüfen.“
Fabiola Jansen macht eine Teilzeitausbildung zur Podologin im Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe des Bereichs Bildung und Erziehung der Kaiserswerther Diakonie. Heute liegt der Schwerpunkt in der schuleigenen Lehrpraxis auf Anamnese und Fußuntersuchung. Bevor mit der podologischen Behandlung begonnen wird, müssen die Füße der Patientin gründlich untersucht werden. „Das dient zum einen dazu das Risiko für die Fußpflege einschätzen zu können zum anderen zur individuellen Anpassung der podologischen Behandlung mit Hilfe eines Therapieplanes.“ so begründet Fabiola Jansen ihr Tun fachkundig.
Die Stimmgabel ist ein Hilfsmittel, dass die angehende Podologin zur Fußuntersuchung verwendet. Im Einsatz sind außerdem Instrumente zur Überprüfung des Temperaturempfindens und der Hautsensibilität. Die bei weitem wichtigsten Hilfsmittel sind aber die Hände und die Augen des Podologen. Über Sicht- und Tastbefund kann er beispielsweise Fuß- und Zehenfehlstellungen feststellen und erhält Rückschlüsse auf die Durchblutungssituation der Füße.
Der Podologe behandelt insbesondere Diabetiker und Menschen die unter Durchblutungsstörungen leiden. Ein gestörtes Nervenempfinden ist hier eine häufige Problematik, welche unerkannt zu Verletzungen und schlimmstenfalls zu Amputationen führen kann.
Generell ist der Podologe Experte in Sachen Füße: Auch Warzen, Hühneraugen und eingewachsene Zehennägel werden fachkundig behandelt. Das Aufgabenfeld ist sehr breit gefächert, dementsprechend vielseitig ist auch das Wissensspektrum welches in der Ausbildung vermittelt wird.
Das war nur ein Grund, warum Fabiola Jansen diesen Weg eingeschlagen hat. Sie ist gelernte Pflegekraft, musste Ihren Beruf aber auf Grund gesundheitlicher Einschränkungen aufgeben. Um den Patientenkontakt nicht zu verlieren und weiterhin im medizinischen Bereich arbeiten zu können hat sie sich für diese Ausbildung entschieden.
Die Teilzeitausbildung bei der Kaiserswerther Diakonie bietet genau die von ihr benötigten Gestaltungsspielräume und sorgt dafür, dass auch ihre zwei schulpflichtigen Kinder nicht zu kurz kommen. Über einen Zeitraum von 3 Jahren werden die Auszubildenden in Blockwochen von Montags bis Samstags in der Schule in Theorie und Praxis unterrichtet. In der Zeit zwischen dem Blockunterricht erhalten sie Unterlagen zum Selbststudium. Daneben können in dieser Zeit auch die erforderlichen Praktika abgeleistet werden, aber auch eine Teilzeitbeschäftigung ist möglich. Manche Auszubildenden absolvieren sogar ihre gesamten Praktika bei einem niedergelassenen Podologen. Dieser finanziert dann die Ausbildung, steht als Ansprechpartner während der gesamten Lehrzeit zur Verfügung und bietet beste Chancen um bereits vor Ende der Ausbildung Berufserfahrung zu sammeln.
„Der Beruf des Podologen ist sehr zukunftsträchtig, wir haben eine Vermittlungsquote von über 95%“ so Monika Schult, Leiterin des Bildungszentrums für Gesundheitsfachberufe. „Mit Blick auf die demografische Entwicklung haben wir uns bereits 2004 dazu entschlossen neben den traditionellen Gesundheitsfachberufen, mit der Podologie auch einen neuen und modernen Beruf auszubilden.“
Wer Interesse an der Ausbildung zum Podologen hat der kann sich an das Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe der Kaiserswerther Diakonie wenden.
Vorrausetzung für den Einstieg ist ein Realschulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung sowie die gesundheitliche Eignung. Die Ausbildung kann in Vollzeit über zwei Jahre oder in Teilzeit über drei Jahre absolviert werden und startet jeweils zum 1. September eines Jahres. Die Vollzeitausbildung wird unter bestimmten Voraussetzungen auch durch die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter mit dem Bildungsgutschein gefördert.
Weitere Informationen bekommen Sie unter 0211 – 409 3888,











