(openPR) Der berühmte „kleine Unterschied“ zwischen Männern und Frauen trifft auch auf das Thema Gesundheit und Prävention zu. Dass diese kleinen Unterschiede in Bezug auf Erkennung von Krankheiten, Behandlung und Prävention gar nicht so klein sind, versucht die Gender Medizin aufzuzeigen. Der noch junge Forschungszweig analysiert die Konsequenzen für Prävention, Diagnose und Therapie, denn viele Krankheiten verlaufen bei den beiden Geschlechtern ganz unterschiedlich.
Am 8. März jedoch geht es in erster Linie um die Frau. Am „Frauengesundheitstag“ finden in ganz Deutschland Aktionen und Veranstaltungen statt, die sich mit dem weiblichen Körper und seiner Gesundheit beschäftigen.
Auch der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging-Medizin e.V. (GSAAM) liegt die weibliche Gesundheit am Herzen. „Frauen sind schon auf Grund ihrer hormonellen Situation deutlich komplexer als Männer, die ja in vielen Bereichen einfacher strukturiert sind. Gleichzeitig muss der weibliche Organismus zum Beispiel während einer Schwangerschaft diffizile immunologische Aufgaben bewältigen. Von komplexen Systemen in der Technik wissen wir, dass diese auch entsprechend störanfälliger sind. Das gilt auch für den komplexen weiblichen Organismus und zeigt sich etwa in einer zehnfach höheren Rate an Autoimmunerkrankungen bei Frauen. Wenn Sie das mit einer Uhr vergleichen wollen, könnte man sagen: Frauen sind Schweizer Präzisionsuhren. Männer sind bestenfalls eine Swatch. Dementsprechend unterscheiden sich bei den beiden Geschlechtern auch die Vorsorge- und Präventionsmaßnahmen“, so Prof. Kleine-Gunk, Präsident der GSAAM.
So wird die Diagnose Osteoporose zum Beispiel öfters bei Frauen festgestellt als bei Männern. Laut dem Dachverband deutschsprachiger Osteoporose Selbsthilfeverbände und patientenorientierter Osteoporose Organisationen e. V. (DOP) leiden 40 Prozent der über 50-Jährigen an dieser Krankheit. Bei den Männern sind es 13 Prozent. Das ist auch ein Grund dafür, weshalb sich immer mehr Ärzte und auch die GSAAM für die Knochendichtemessung als allgemeines Screeningverfahren für Frauen ab 50 und für Männer ab 60 aussprechen. Die Kosten für die Behandlung sollen die Krankenkassen übernehmen.
Auch eine Erkrankung, die immer noch als Männerkrankheit angesehen wird, von der aber auch immer mehr Frauen betroffen sind – der Herzinfarkt. Hier äußern sich die Symptome und Prognosen abhängig vom Geschlecht. Bei Frauen treten häufig keine thorakalen Beschwerden auf. Außerdem sind ihre Überlebenschancen geringer als die von Männern im selben Alter.













