(openPR) - Elfenbeinküste ist weltweit führender Kakaoproduzent
- Umfangreiche Rohstoffvorkommen bislang kaum erschlossen
- Politische Stabilität ist Voraussetzung für wirtschaftlichen Aufschwung
Exportgüter: Bessere Wettbewerbsbedingungen für Kakao, Öl und Kaffee erwartet
Die Wirtschaft der Elfenbeinküste war nach dem Bürgerkrieg in Folge der Präsidentschaftswahlen vom November 2010 zusammengebrochen. Zudem verhängte die Europäische Union als Reaktion auf die politischen Auseinandersetzungen Sanktionen. Daraufhin konnte die Elfenbeinküste ihre Auslandsschulden nicht mehr bedienen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte 2011 um 5,8 Prozent. Negativ auf die Leistungsbilanz des westafrikanischen Landes wirkte außerdem der Rückgang des Weltmarktpreises für Kakao im Jahr 2011. Die Elfenbeinküste ist weltweit führender Kakaoproduzent und trägt rund 40 Prozent zur globalen Kakaoproduktion bei. Christoph Witte, Deutschland-Direktor des Kreditversicherers Delcredere: „Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie anfällig das Land für Preisschwankungen auf dem Weltmarkt ist. Wegen der Euro-Schwäche gehen wir jedoch davon aus, dass sich die ivorischen Exporte wie Kakao, Öl und Kaffee im preislichen Wettbewerb behaupten können, denn diese Rohstoffe werden in US-Dollar gehandelt.“ Die Elfenbeinküste ist Mitglied der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) und gehört zur CFA-Franc-Zone. Diese Zugehörigkeit garantiert die Konvertibilität der Währung in Euro. Trotz der ermutigenden Aussichten schätzt Delcredere aktuell das Risiko für Geschäfte mit der Elfenbeinküste als hoch ein (Länderkategorie C).
Edelmetalle: Zusätzlicher Aufwind für den Rohstoffsektor
Um das Land wieder auf einen Wachstumspfad zu bringen, nutzt die Regierung ein neues Finanzierungsprogramm des IWF. Darüber hinaus hat der Pariser Club im November 2011 einen Schuldenerlass für die Elfenbeinküste vereinbart. Die Finanzspritzen des IWF zeigen Wirkung: Umfassende Investitionen werden in der so wichtigen Kaffee- und Kakaoproduktion getätigt. Auch die Erdölwirtschaft entwickelt eine hohe Wachstumsdynamik. Derzeit fördert die Elfenbeinküste rund 50.000 Barrel Öl pro Tag – Tendenz steigend. Und das wirtschaftliche Potenzial ist damit noch lange nicht ausgeschöpft: Umfangreiche Rohstoffvorkommen von Gold, Nickel und anderen Edelmetallen sind bislang kaum erschlossen. „Angesichts des Rohstoff-Hypes dürften sich in diesem Sektor zusätzliche Einkommensquellen erschließen lassen. Der wirtschaftliche Aufschwung kann jedoch nur gelingen, wenn die politische Stabilität langfristig gewährleistet ist“, so Christoph Witte. „Dazu müssen nun rasch wichtige Themen wie die kulturelle Identität und die Landverteilung zwischen den ethnischen Gruppen angegangen werden.“ Derzeit stuft Delcredere das kurzfristige politische Risiko mit der Länderklasse 5 als hoch ein.
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