(openPR) Erstmals zeigt die Galerie Obrist ab 23. März 2012 Arbeiten des Düsseldorfer Künstlers Martin Schwenk. Parallel zur Einzelausstellung „homegrown“ im Museum Haus Lange in Krefeld sind in der Galerie Zeichnungen und Skulpturen zu sehen.
In den großformatigen und raumgreifenden Skulpturen möchte man zunächst die Schönheit der Pflanzen entdecken. Die an Blätter, Stängel und Wurzeln erinnernden Formen bleiben aber offen und vieldeutig. Die Skulpturen erscheinen transparent, leicht, als ob sie von Boden oder Wand, aus den Objekten oder der Tiefe der Zeichnung selbst gewachsen sind. Sie drohen bald zu entschwinden, um gleich wieder zu erstehen. Skulpturen, die durch ihre Gestalt die Schönheit mit dem unausweichlichen Verderben verbinden, das Fertige mit dem Unvollendeten.
Die Zeichnungen, die einen Schwerpunkt der Galerieausstellung bilden, übersetzen diese Ambivalenz in das Zweidimensionale: Kurz bevor im Zeichenprozess Abbildhaftes entsteht, wie das Bild einer Blume oder die feinen Verästelungen von Wurzelwerk, bricht Schwenk seine Arbeit ab. So sagt er: „Alles ist Material und jedes Material ist nutzbar. Es zu erforschen und die eigenen Voraussetzungen und Realitäten in einem freien, offenen Prozess zu hinterfragen, ist Teil der künstlerischen Arbeit, in der das Resultat nur ein möglicher Zustand ist.“
Martin Schwenk wurde 1960 in Bonn geboren. Nach dem Abschluss seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler von Günther Uecker absolvierte Martin Schwenk Stipendien in Bonn und Venedig. Er übernahm bereits 1999 einen ersten Lehrauftrag an der Kunstakademie Düsseldorf, und ist seit 2010 als Professor für Bildhauerei an der Kunsthochschule Mainz tätig. Ausstellungen von Martin Schwenk waren bereits international zu sehen.
Martin Schwenk: “Commander Mulroy”.
24. März bis 12. Mai 2012
Eröffnung am Freitag, 23. März, 19.00 Uhr



















