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Mit gezieltem Screening den Keimen auf der Spur

27.02.201212:27 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Mit gezieltem Screening den Keimen auf der Spur
Der MRSA-Schnelltest wird im Zentralen Untersuchungsbereich eingesetzt
Der MRSA-Schnelltest wird im Zentralen Untersuchungsbereich eingesetzt

(openPR) SCHWABACH - Multiresistente Keime wie zum Beispiel MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) sind eine zunehmend große Herausforderung für Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Schätzungen zufolge tragen drei Prozent der Patienten in deutschen Krankenhäusern den MRSA-Erreger in sich. Das Risiko für Mitpatienten und Pflegepersonal, ebenfalls infiziert zu werden, ist groß.



Hygiene wird in vielen Krankenhäusern großgeschrieben – das Stadtkrankenhaus Schwabach geht nun einen Schritt weiter. Seit dem 15. Dezember 2011 verfügt das Labor der Klinik über ein neuartiges Screening-Gerät der Firma Virotech. Damit kann schon während der Aufnahme eines Patienten in der Ambulanz innerhalb einer Stunde festgestellt werden, ob eine Infektion mit multiresistenten Keimen vorliegt. Im bisherigen Verfahren wurde eine Blutprobe entnommen, die an ein Fremdlabor gesandt werden musste. Ein verlässliches Ergebnis stand oft erst nach mehreren Tagen zur Verfügung, sodass wertvolle Zeit verloren ging.

MRSA-Schnelltest ermöglicht eine effektivere Therapie
„Dank des neuen Schnelltests können wir unverzüglich entscheiden, ob eine Isolierung notwendig ist“, so Andreas Wilhelm, Leiter des Zentralen Untersuchungsbereiches (ZUB). Der Test kostet pro Patient rund 40 Euro. Eine Investition, die sich lohnt: Die Therapie kann schneller und effektiver aufgenommen werden. Durch die Einführung des konsequenten Aufnahme-Screenings von potenziellen Risikopatienten – zum Beispiel Menschen mit Wunden – im Stadtkrankenhaus Schwabach wird der Umgang mit mehrfach resistenten Erregern stark optimiert.
„Mit dieser Maßnahme können wir alle Mitpatienten, Besucher und auch die Beschäftigen des Stadtkrankenhauses besser schützen“, so Geschäftsführer Diakon Klaus Seitzinger. „Künftig wird kein Risikopatient mehr den Zentralen Untersuchungsbereich verlassen, ohne dass wir wissen, ob er den MRSA-Erreger in sich trägt. Vor allem können wir aber schnell in die gezielte Therapie-Behandlung der betroffenen Patienten einsteigen.“

Gesunde Haut bietet Schutz vor MRSA
MRSA ist ein Bakterium, das überwiegend auf der Haut des Menschen, aber auch in den oberen Atemwegen vorkommt. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über die Haut oder die Schleimhäute. MRSA nistet sich jedoch nicht ohne Weiteres im Körper eines gesunden Menschen ein. In der Regel bietet die gesunde Haut- und Schleimhautflora einen guten Schutz gegen MRSA. Liegen jedoch bestimmte Risikofaktoren vor, wie zum Beispiel ein regelmäßiger Kontakt zu MRSA-Patienten, eine häufige und längere Einnahme von Antibiotika, Wunden, Punktionen oder Operati-onen, kann sich MRSA dauerhaft auf der Haut oder Schleimhaut festsetzen. Diese Risikofaktoren finden sich regelmäßig bei Krankenhauspatienten. Nicht immer führt MRSA zu einer Infektion. Je zahlreicher sich aber die Bakterien auf der Haut ansiedeln, desto wahrscheinlicher ist eine Staphylococcus-aureus-Erkrankung. Im Durchschnitt wird jede vierte Infektion in deutschen Krankenhäusern auf MRSA zurückgeführt.

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