(openPR) Die Pläne der Landesgesundheitsministerien, das Wahltertial im Praktischen Jahr abzuschaffen und durch eine verpflichtende 4-monatige Tätigkeit in einer hausärztlichen Praxis zu ersetzen, bedeutet einen Frontalangriff auf die Qualität der Facharztweiterbildung wie auch eine Überforderung der hausärztlichen Praxisstrukturen und zugleich eine Bedrohung der Versorgungsqualität.
Allgemeinmedizin als Pflicht-PJ würde einen massiven Einschnitt in die Wahlfreiheit der jungen Kolleginnen und Kollegen bedeuten. Damit wäre die Allgemeinmedizin bereits mehr repräsentiert als andere Fächer. Andere Fachrichtungen würden damit massiv benachteiligt. Das Erfolgsmodell PJ sollte auf keinen Fall den Partikularinteressen der Allgemeinmedizin geopfert werden.
Der entsprechende Änderungsantrag des Gesundheitsausschusses des Bundesrates zur Novellierung der Approbationsordnung vernachlässigt die Bedürfnisse fachärztlicher Weiterbildung. Er zeugt von einer Fehleinschätzung ärztlicher Weiterbildung und Tätigkeit und ist Ausdruck mangelnder gesundheitspolitischer Weitsicht. Er ist aus Sicht der GFB nicht geeignet, einem Hausärztemangel zu begegnen. Dazu bedarf es anderer Anreize als verpflichtender Zwangsmaßnahmen.
Fachärzte entscheiden sich oft frühzeitig für ihre spätere Weiterbildung und Berufstätigkeit. Eine zeitliche Einschränkung dieser durch verpflichtende Maßnahmen würde den Anforderungen an die Qualität einer Weiterbildung entgegenstehen.
Die GFB appelliert an die gesundheitspolitischen Vertreter der Länder, die Novelle der Ärztlichen Approbationsordnung nicht weiter zu verzögern.
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Die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände ist die Dachorganisation der fachärztlichen Berufsverbände. Sie repräsentiert über 100.000 Mitglieder der angeschlossenen Verbände und ist die größte freie ärztliche Standesvertretung in Deutschland außerhalb der Körperschaften.
Die GFB vertritt sowohl angestellte Klinikärzte wie Niedergelassene. Damit erfüllt sie das Mandat einer globalen gesundheitspolitischen Vertretung fachärztlicher Interessen. Die GFB ist bei der Bundesärztekammer und der KBV aktiv und Gründungsmitglied der Allianz Deutscher Ärzteverbände. Ferner vertritt die GFB Deutschland bei der Europäischen Facharztorganisation UEMS und stellt dort ein Mitglied des Vorstands.
Infos unter www.gfb-facharztverband.de
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