(openPR) Der SchuldnerKlima-Index Deutschland (SKID) liegt im Winter 2011/12 bei 102,3 Punkten (Herbst 2011: 103,3 Punkte). Das ist das Ergebnis einer bundesweiten bevölkerungsrepräsentativen Online-Befragung von rund 1000 Bürgern im Alter zwischen 18 und 69 Jahren, die einmal im Quartal durchgeführt wird.
Der SKID bewertet als Trendindikator die Überschuldungslage der deutschen Verbraucher. Ein Wert über 100 Punkte kennzeichnet eine eher entspannte Überschuldungslage, ein Wert unter 100 Punkte bedeutet, dass sich die Überschuldungslage für die Verbraucher anspannt. Einfach gesagt: Je höher der Index, desto geringer ist das Überschuldungsrisiko für die Verbraucher in Deutschland und umgekehrt. „Der aktuelle Index von 102,3 Punkten zeigt zwar eine leichte Eintrübung gegenüber Herbst 2011, belegt aber die weiterhin vergleichsweise stabile konjunkturelle Situation, in der sich die deutschen Verbraucher befinden“, so Siebo Woydt, Geschäftsführer der CEG Creditreform Consumer GmbH.
Bewertung der eigenen ökonomischen Lage wieder optimistischer
Deutsche Verbraucher schätzen ihre eigene wirtschaftliche Lage positiver ein als noch im vergangenen Herbst. Etwa zwei Prozent mehr als noch im Herbst 2011 bewerten ihre wirtschaftliche Lage mit einer guten oder sehr guten Schulnote (Winter 2011/12: 30,5 Prozent; Herbst 2011: 29,1 Prozent). Außerdem blicken die Deutschen derzeit weiterhin optimistisch in die Zukunft – jeder dritte Verbraucher bewertet die eigene wirtschaftliche Lage für die kommenden Monate als positiv bis sehr positiv (Winter 2011/12: 31,5 Prozent; Herbst 2011: 32,4 Prozent).
Kreditbasierte Anschaffungsbereitschaft nimmt zu
Die kreditbasierte Anschaffungsbereitschaft der Deutschen hat wieder zugenommen. Mehr als 64 Prozent der Verbraucher gaben an, „Kredite oder sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Verpflichtungen“ zu haben (Herbst 2011: 62,0 Prozent). Darüber hinaus planen die Deut-
schen, in den nächsten drei Monaten auch wieder vermehrt Anschaffungen mit Krediten finanzieren zu wollen (Winter 2011/12: 27,8 Prozent; Herbst 2011: 26,1 Prozent), wobei es sich bei den Anschaffungen in erster Linie um kleinteilige Konsumgüter handelt. „Die Verbraucher wollen die positiven konjunkturellen Rahmenbedingungen nutzen, um sich jetzt ihre Konsumwünsche zu erfüllen. Die Herbstanalyse zeigte im Gegensatz dazu noch eine zurückhaltendere kreditbasierte Ausgabenplanung“, stellt Woydt fest.
Schuldenstress weiter gestiegen
Der subjektive Schuldenstress hat sich bei den Verbrauchern in Deutschland im Winter 2011/12 nochmals erhöht. Der Teilindikator drückt mit 78,6 Punkten (Herbst 2011: 80,3 Punkte) eine Anspannung der Verbraucher aus und erreicht damit den zweitschlechtesten Wert seit Herbst
2010. Fast jeder elfte Verbraucher in Deutschland fühlt sich zurzeit finanziell überfordert. Dieses Empfinden haben in erster Linie Verbraucher im Alter zwischen 40 und 49 Jahren und insbesondere Frauen – so das Ergebnis der aktuellen Winterumfrage.
Die Einflussfaktoren auf das SchuldnerKlima
Der SchuldnerKlima-Index basiert auf drei Einflussindikatoren: den Einschätzungen zur eigenen aktuellen wie auch künftigen wirtschaftlichen Situation (Ökonomische Lage), dem Bestand an aktuellen und erwarteten finanziellen Verpflichtungen (Kreditaffinität) sowie dem Gefühl einer finanziellen Überforderung bei sich selbst und in seinem Umfeld (Schuldenstress). Ergänzend wird nach den Möglichkeiten gefragt, Geld zu sparen (Sparpotenzial).
Mehr zum SchuldnerKlima-Index erfahren Sie auf www.schuldnerklima.de
