(openPR) Unter dem Titel "Timeless" zeigt die Galerie Norbert Nieser vom 10. März bis 21. April 2012 Fotografien von Sarah Tröster. In ihren aufwendigen filmischen Inszenierungen, die an die Pin-ups zu Anfang des letzten Jahrhunderts erinnern, verbindet die Künstlerin den Zeitgeist der 20er-Jahre mit fantastischen, surrealen Elementen und modernen Themen.
Ästhetik und das Styling stehen im Vordergrund, wenn Sarah Tröster ihre Szenen gestaltet, eine Tänzerin mit Federschmuck, ein verspielte junge Frau mit Schmetterlingen in einer Blumenwiese oder eine verführerische Dunkelhaarige mit Federboa und langen Perlenketten. Die Künstlerin greift keine gezielten Themen auf, vielmehr geht es ihr um die Ästhetik und die Wirkung von Zeitlosigkeit und Eleganz in ihren Bildern, die dem Betrachter Raum für Interpretation geben.
Frauen sind das Hauptsubjekt in den Bildern von Sarah Tröster. Ihre Modelle setzt sie in ihrer Weiblichkeit auf provokative und erotische Weise in Szene. Ihre subtile Erotik spiegelt das Selbstbewusstsein und die Persönlichkeit der Frauen wider. Sie sind sich ihrer Erotik bewusst und ihr Ausdruck und ihre Posen verleihen ihnen Ausstrahlung.
Ein großer Teil der kreativen Arbeit von Sarah Tröster lieg in der digitalen Bildbearbeitung. Die meisten Szenen entstehen im Studio und werden nachträglich digital mit Hintergründen versehen. In Anlehnung an alte Studiofotografien, bei denen häufig gemalte Landschaftsszenen als Hintergrund verwendet wurden, hat die Künstlerin für ihre Collagen einen speziellen Stil entwickelt, der Elemente der Malerei aufgreift. Dieser künstliche Montageeffekt und die "unechte Wirkung" ist Stilmittel und besonderes Merkmal der Arbeiten von Sarah Tröster. Der Betrachter soll erkennen, dass die Bilder manipuliert sind. So greift die Künstlerin Elemente der "alten" Fotografie auf und gibt ihnen einen modernen Touch. Wichtig ist also nicht nur die Authentizität, sondern vielmehr eine Übertragung der klassischen Ästhetik auf moderne Verfahren. Und obwohl die Arbeiten von Sarah Tröster inszeniert sind, "steckt", so die Künstlerin, "darin trotzdem viel Wahrheit". Sie sieht ihre Arbeit nicht als Verkleidung oder Kostüm, sondern als eine "Dokumentation von Menschen, die zwar heute leben, trotzdem aber eine gewisse Sehnsucht oder Vorliebe für Nostalgie teilen".
Sarah Tröster, geb. 1981, wuchs als Tochter eines Fotografen auf und kam schon früh mit der Fotografie in Berührung. Nach ihrem Fotografie-Studium in Dublin, Irland, folgte eine dreijährige schulische Ausbildung zur Grafik-Designerin. Neben zahlreichen kleineren Fotoprojekten und Veröffentlichungen im Internet wurden ihre Arbeiten in dem amerikanischen Coffee Table Book "The Modern Pin-Up" im Jahr 2011 veröffentlicht. Seit 2011 arbeitet Sarah Tröster als freischaffende Künstlerin.













