(openPR) Behinderte Menschen sind die Stiefkinder des Arbeitsmarktes. Die Jobchancen Schwerbehinderter sind noch stärker von konjunkturellen Einflüssen abhängig als die der nicht behinderten Bewerber. Ihre Arbeitslosenquote liegt immer über dem Durchschnitt. Auch der Jobboom der vergangenen Monate will nicht so recht auf behinderte Erwerbslose überspringen.
Die Zurückhaltung der Unternehmen bei der Einstellung von Bewerbern mit einem physischen oder psychischen Handikap ist auch in der Branche der Personaldienstleister verbreitet. So verwundert es nicht, dass der Durchschnitt der Branche nicht einmal die 2%-Marke erreicht. Es gibt zwar eine Ausgleichsabgabe, die von den Unternehmen zu zahlen ist, wenn der Anteil der Schwerbehinderten unter 5% aller Beschäftigten liegt. Wirtschaftlich betrachtet steht dieser Anreiz zur jedoch in keinem Verhältnis zu den Kosten, welche bei einer Beschäftigung eines nicht vermittelbaren, schwerbehinderten Mitarbeiters entstehen. Die harten ökonomischen Fakten sprechen leider trotz Ausgleichsabgabe in vielen Fällen gegen eine Einstellung.
In der Konsequenz bedarf es anderer Beschäftigungskonzepte für die Branche. Die (S)TEGMANN Personaldienstleistung GmbH & Co. KG treibt genau so ein Konzept seit 2009 voran. An inzwischen zwei Standorten, beide in strukturschwachen Regionen, wurden Arbeitsplätze für schwerbehinderte Mitarbeiter geschaffen. Die Teams archivieren die Dokumente des Konzerns in elektronischer Form, die dann den Niederlassungen bundesweit und datensicher zur Verfügung gestellt werden. Dies sorgt nicht nur dafür, dass (S)TEGMANN inzwischen eine Schwerbehindertenquote von 3,2% erreicht hat, sondern auch für geringere Lagerkapazitäten, geringere Kosten und eine erhöhte Datenqualität. Entsprechend positiv fällt das Resümee des Geschäftsführers, Herrn Dr. Speidel, zum Projekt aus: „Wir freuen uns sehr, dass wir zahlreichen Menschen mit Behinderung eine Perspektive bieten und gleichzeitig auch wirtschaftlich einen Vorsprung erringen können.“
Was als internes Projekt begann, wird inzwischen auch an Kunden der 7(S)-Gruppe als Dienstleistung angeboten. Damit wird deutlich, dass die Beschäftigung Schwerbehinderter in der Zeitarbeit durchaus möglich ist, wenn geeignete Konzepte eingesetzt werden.











