(openPR) Stuttgart, Akademie Schloss Solitude: Noch bis zum Sonntag, den 11. März 2012, kann man an der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart in die „verstörende“ Welt der Berliner Künstlerin und Bühnenbildnerin Maren Geers eintauchen. In ihrer raumgreifenden Installation mit dem Titel „Kontakt zu einsamen Pflanzen" kommuniziert sie mit 243 Wachsfiguren, zwei lebensgroßen Kuschelmenschen und 151 Goldfliegen. Dafür isoliert sie die Figuren in Glasboxen, welche auf einem fragilen Holzgerüst angeordnet sind. Dieses windet sich wie eine Art Matrix durch den Raum und dehnt sich dabei in unterschiedlichen Richtungen aus. Besonders auffallend ist die detaillierte und schmerzerfüllte Körperlichkeit der Figuren, die aus der Isoliertheit heraus eine kollektive, stumme Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit beschreiben. Als extremen Gegensatz zu den erstarrt wirkenden Figuren positioniert die Künstlerin in der Mitte ihrer Arbeit lebende Goldfliegen, die als Bindeglied zwischen fiktiver und realer Zeit fungieren. Für Maren Geers ist es das unermüdliche Vorhaben, Grenzen, Fehler und Zeitabläufe aufheben zu wollen. Sie thematisiert die Fülle an Entscheidungsmöglichkeiten und die damit einhergehenden Ängste, denen wir im Alltag tagtäglich ausgesetzt sind. Auf spielerische Weise verbindet sie Poetik und Grausamkeit und schafft so ein Panorama des menschlichen Daseins, das scheinbar jeden Moment in sich zusammenstürzen könnte.















