(openPR) Liebe Medienvertreter,
gern informieren wir Sie über unsere humoristische Novität zum Erscheinungsdatum 1. März 2012.
Volker Surmann, Mitglied der legendären Berliner Lesebühne Brauseboys und seit vergangenem Jahr Leiter des Satyr Verlags, veröffentlicht sein zweites Buch: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind" lautet der Titel dieses schonungslosen und selbstironischen Heimatbuches über eine Jugend auf dem platten Land. In dieser autobiographisch inspirierten Retrospektive kehrt der Satiriker und Exil-Ostwestfale Surmann zurück in den Teutoburger Wald und nimmt den Leser mit auf eine absurd-komische Reise durch eine vermeintlich fremde Welt: Westfalen.
NEUERSCHEINUNG 01.03.2012: Volker Surmann: Lieber Bauernsohn als Lehrerkind
Volker Surmann: Lieber Bauernsohn als Lehrerkind
Produktart: Broschur
Genre: Roman
Umfang: 192 S.
GLP: 12,90 €
Verlag: Satyr Verlag
ISBN: 978-3-9814475-8-3
VÖ: 01.03.2012
Status: lieferbar
www.satyr-verlag.de
Produkttext: "Als Kind war er immer der Alien vom Planeten Acker. Auf dieses heimatliche Gestirn im System Teutoburger Wald kehrt der Berliner Satiriker, Lesebühnenautor und Gelegenheits-Slammer Volker Surmann nun zurück und geht dorthin, wo es wehtut: in seine eigene Landjugend.
Nicht nur in der Schule fällt Volker zwischen Lehrerkindern, Anwaltssöhnen und Bausparkassen-bezirksleitertöchtern unfreiwillig auf, auch zuhause auf dem Bauernhof gerät er in Schwierigkeiten: Seine Lieblingskuh wird heimtückisch ermordet, er versagt beim Treckerfahren kläglich und beschließt mit neun, lieber Schöngeist als Landwirt zu werden.
Doch ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds? Mitnichten. Westfale bleibt man ein Leben lang. Den Planeten Acker verlässt man niemals ganz ...
Ein trotziges Bekenntnis zur Heimat: autobiografisch, selbstironisch und mit sehr viel Humor. Ein Bauernsohn mit Heuschnupfen packt aus."
Presse: »Nichts ist Surmann heilig, alles wird aufs Korn genommen – und das mit Anstand und Bravour und einer hochgradig spitzen Feder.« (Westfälische Nachrichten, Münster)
Volker Surmann
ist Autor, Kabarettist und Buchmacher und lebt als Exil-Ostwestfale in Ostberlin. Er ist Mitglied der Lesebühne »Brauseboys« und schrieb schon für diverse Fernsehcomedy-Produktionen. Aktuell ist er regelmäßig für die »Titanic«, das Kabarett »Die Stachelschweine« und das queere Hauptstadtmagazin »Siegessäule« tätig. Er gab zahlreiche Anthologien heraus, z.B. den Independent-Bestseller »Sex - Von Spaß war nie die Rede«. 2010 erschien sein erster Roman »Die Schwerelosigkeit der Flusspferde« (Querverlag).
www.volkersurmann.de
Leseprobe
"Es waren dies die Momente, in denen meine Mutter panisch aufsprang, nach draußen hechtete und die frische Wäsche von der Leine zerrte: entweder ein plötzlich aufziehendes Gewitter am Himmel oder ein plötzlich aufziehendes Güllefass auf dem Acker nebenan. Willi Mönckenberg war Hühnerzüchter. Und wenn es unter all den unangenehmen Landlüften eine wirklich widerliche Landluft gibt, dann ist es Hühnergülle. Dagegen riecht ein Kuhfladen wie eine frisch aufgebackene Pizza Margherita.
Also zerrte Mama die frische Wäsche in Sekundenschnelle von der Leine, denn war sie nicht schnell genug, wenn Willi Mönckenberg an seinem Fass die Schleusen der Hölle öffnete, nahmen die Hemden, Hosen und Schlüpfer das Odeur einer langsam und qualvoll innerlich vergärenden Legebatterie an. War Mama schnell genug, kam die Wäsche in den Keller neben unsere Holzheizung und wurde sanft geräuchert. Zog ich mich für die Schule an, hatte ich oftmals die Wahl
zwischen den Duftnoten »Kaminfeuer« und »Pipi du Coque«.
Ich entschied mich stets für »Kaminfeuer«. Da bestand wenigstens die Chance, dass unser Klassenlehrer wegen des Brandgeruchs im Raum den Feueralarm auslöste. Und während die Feuerwehr anrückte und die Vertäfelung im Klassenraum herausriss auf der Suche nach dem vermeintlichen Schwelbrand, warteten wir draußen auf dem Schulhof, und ich rieb mich heimlich an Fliedersträuchern, um meinen Geruch zu übertünchen.
Denn mir waren die Landgerüche zuwider. Ich war ein Künstler! Ein Schriftsteller! Ein Ästhet! Ich war in der Theater-AG der Grundschule! Ich interessierte mich für die Natur! Ich war die Jugend, die forschte!
Ich sammelte Pflanzen und katalogisierte sie! Ich war kreatives Genie und Forscherseele, ich war die Gebrüder Grimm und die Gebrüder Humboldt – in Personalunion! Ich war Bruder Grimmboldt."
Aus »Das Paffühm«
























