(openPR) Wennigsen, 05. Februar 2012
Vorbei die Zeit, als auf eine Bewerbung ein ordnungsgemäßes Vorstellungsgespräch folgte. Als die Aufregung und der Herzschlag um die Wette stiegen. Feuchte Hände, Kloß im Hals, fiese Fragen, Stolperfragen, Vakuum im Kopf. Das ist Geschichte. Vielerorts haben Schweißperlen, kontrollierte Mimik und Fingerhaltung scheinbar nun ausgedient, denn seit Neuestem findet in den Hallen der ARGE etwas anderes statt, das Speed-Dating. Gut, vielen ist diese Art des Kennenlernens vertraut, wenn auch aus anderer Motivation. Möglichst schnell, möglichst viel, denn Zeit ist Geld. Vorstellungsgespräche im Schnelldurchlauf, reduziert auf das Wesentliche, ohne Kaffee und Vorgeplänkel. Wäre diese Innovation bereits 2010 praktiziert worden, stünde sie en detail im Buch "37 - Mein Sachbearbeiter im Frack", dem Erstlingswerk von Christiane Nievelstein-Bläsche. Ihre 8 Monate Strafbank, wie sie ihre Arbeitslosigkeit bezeichnet, waren in diesem Fall der Zeit voraus, so findet in "Siebenunddreissig" die bisherige Abfertigung in den Warteräumen der ARGE ihren Platz in 37 Kapiteln. Rasant erzählt, mit spitzer Feder und einem Tränchen im Auge. Spannend wär es zweifelsohne gewesen, Nievelstein hätte eine längere Odysee durch ARGE und JobCenter hinter sich gebracht, denn dann fände in ihrem Schreibstiel garantiert die Abrechnung mit Zeitarbeitsfirmen und deren Klienten statt. Aber die Recherche geht weiter. Bis es soweit ist, gibt die begleitende Webseite Hintergrundinformationen und die Chance zum direkten Dialog.













