(openPR) Lingen. Frauen in einem technischen Beruf?! Das soll im Emsland langfristig kein Einzelfall bleiben. Mehr junge Frauen sollen im Hinblick auf ihre berufliche Zukunft bereits in der Schule intensiver an die Schulfächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft sowie Technik herangeführt werden, so dass sie nach Erreichen des Schulabschlusses eine Ausbildung oder ein Studium in diesen Bereichen anstreben.
Mit dem Projekt MinT (Mädchen in Technik), welches nun an vier Schulen im südlichen Emsland durchgeführt wird, möchten die Initiatoren versuchen, Mädchen an die einstigen „Männerdomänen“ heranzuführen. „Mit MinT möchten wir erreichen, dass Schülerinnen alternative Berufswege erkennen und planen. Gerade im Zuge des sich abzeichnenden Fachkräftemangels bieten nämlich die naturwissenschaftlich-technischen Berufe großes Potential für Frauen, “ sagt Dieter Onnen von der Agentur für Arbeit. Bereits im November 2009 wurde ein MinT-Konzept, damals an der Gesamtschule Emsland, durchgeführt. Und das mit großem Erfolg.
Nun werden rund 70 Mädchen der Jahrgangsstufe sieben freiwillig an diesem Projekt teilnehmen. „Ein wöchentlich stattfindender zweistündiger Technikkurs, der die Schülerinnen bis zur zehnten Klasse begleitet, soll den Teenagern ein realistisches Bild dieser Berufsfelder aufzeigen und sich motivierend auf ihre Berufswahl im Bereich der MINT-Berufe auswirken“, ist Hermann Jänen von den Berufsbildenden Schulen Lingen überzeugt. Zusätzlich informieren sich die Teilnehmerinnen bei berufsorientierten Veranstaltungen und sammeln Praxiserfahrungen. Dies können verschiedene Lehrgänge, aber auch Berufserkundungen in bestimmten Betrieben, die über einen hohen praktischen Anteil verfügen, sein. So nehmen sie zum Beispiel an Lehrgängen im Schweißen und Löten teil. Durch den hohen Praxisanteil soll laut Initiatoren das Interesse an den technischen Fachrichtungen erhöht werden. Initiiert wir das Projekt von der Agentur für Arbeit, dem Wirtschaftsverband Emsland und der BBS Lingen in enger Kooperation mit den allgemeinbildenden Schulen. „Junge Frauen mit Naturwissenschaft und Technik vertraut zu machen, ist in vielerlei Hinsicht sinnig. So haben Frauen später definitiv mehr Möglichkeiten bei ihrer Berufswahl und natürlich ebenfalls bessere Berufsaussichten im Emsland, denn die Nachfrage der Unternehmen an Fachkräften steigt. Ein weiterer Vorteil ist natürlich auch der Kontakt zu Betrieben, den die Schülerinnen bereits in der Schule knüpfen“, erklärt Dieter Barlage, Vorstandsmitglied beim Wirtschaftsverband. Dies sei vor allem nötig, um die Frauenerwerbstätigkeit zu erhöhen.













