(openPR) Softlaser beziehungsweise Low-Level-Laser helfen bei chronischen Wunden – zu diesem Ergebnis kommt eine Erfahrungsstudie aus dem Wundzentrum des Klinikums Schwabing, Akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwigs-Maximilians-Universität München. Danach kann eine Therapie mit Low-Level-Lasern die Behandlungszeiten bei schwer heilenden Wunden deutlich verkürzen und – was in vielen Fällen noch entscheidender ist – Wunden zur Abheilung bringen, die selbst auf eine Therapie nach höchstem medizinischen Standard nicht oder nicht ausreichend ansprechen.
Das Wundzentrum des Klinikums Schwabing behandelt überwiegend Patienten mit chronischen Wunden, meist diabetischen Fußgeschwüren.
Das Lebenszeit-Risiko eines Diabetes-Patienten, ein Fußgeschwür, medizinisch Fußulkus, zu entwickeln, wird auf 12 bis 25 Prozent geschätzt. Mit Hilfe einer Wundversorgung nach modernem medizinischem Standard heilt das Ulkus in durchschnittlich 11 bis 14 Wochen ab. In vielen Fällen ist diese Behandlung aber erfolglos und nicht heilende, chronisch infizierte Fußgeschwüre führen im Extremfall zur Amputation einer Extremität. Von 1000 Diabetes-Patienten sind hiervon jährlich sechs bis acht betroffen. Alle 30 Sekunden kommt es weltweit zu einer Extremitäten-Amputation bei Diabetes-Patienten, in Deutschland sind pro Jahr - bei zuletzt steigenden Zahlen! – 29.000 Diabetespatienten betroffen.
Lasertherapie kann Abhilfe schaffen
Mit Hilfe von Low-Level-Lasern lassen sich physiologische Mechanismen der Wundheilung aktivieren, beschleunigen und stabilisieren. Im Gegensatz zu Hochenergie-Lasern, die zu chirurgischen Zwecken eingesetzt sind, erzeugen Low-Level-Laser keine thermischen, sondern ausschließlich photochemische Effekte im Gewebe – ähnlich der Photosynthese bei Pflanzen. Primäreffekt ist die Regulierung gestörter Stoffwechselfunktionen auf Zellebene. Sie fördert die Fähigkeit des Gewebes, Entzündungen abzubauen, reduziert oxidativen Stress, steigert die Neubildung von gesundem Gewebe, Kollagen und Elastin und lindert Schmerzen. Low-Level-Laser sind einfach anzuwenden, risikoarm und nebenwirkungsfrei. Die Firma MKW ist Vorreiter der sanften Laserbehandlung und der damit erfolgversprechenden, vielfältigen Therapiemöglichkeiten. Auf der Website http://www.mkw-laser.de sind, neben den verschiedenen Lasertypen, unterschiedliche Anwendungsbeispiele zu sehen.
Erfahrungsstudie zeigt deutliche Verkürzung der Behandlungszeit auf
Die Testreihe am Wundzentrum des Klinikums Schwabing sollte eine Einschätzung der Bedeutung der Therapie mit Low-Level-Lasern für die Behandlung chronischer Wunden ermöglichen. Probanden waren 68 Patienten mit schlecht heilenden, chronischen Wunden, die unter einer ambulanten Wundbehandlung beziehungsweise Standardtherapie (Druckentlastung, Debridement, gegebenenfalls Antibiotika, Revaskularisation) nicht abgeheilt waren. Manche Patienten stellten sich mit Wunden vor, die über außergewöhnlich lange Zeiträume, teilweise über Jahre, „offen“ und infiziert waren. Die Testreihe wurde mit einem LowLevel-Laser , dem Flächenlaser „PowerPlus“ mit einer Wellenlänge von 785 nm, der Firma MKW-Therapiesysteme GmbH über einen Zeitraum von 16 Monaten (Juni 2009 bis September 2010) durchgeführt. Die Lasertherapie wurde zusätzlich zur Wund-Standardtherapie angewandt.
Der Erfahrungsbericht kommt zu dem Ergebnis, dass die Lasertherapie die Behandlungszeiten deutlich – und damit kosteneffektiv – verkürzen kann und die Abheilung von Wunden fördert, die auf eine herkömmliche Behandlung nicht ansprechen. Zwei Fälle mit drohender Amputation und ein Fall mit einer über 26 Jahre offenen Wunde ließen sich beispielhaft dokumentieren.










