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Gesundheitsängste: Jeder Zwanzigste "kann kein Blut sehen"

30.01.201217:12 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Etwa fünf Prozent der Bevölkerung leidet unter einer pathologischen Blut-, Injektions- und Verletzungs-Angst. Sie kann ab einem Alter von etwa fünf Jahren einsetzen; Frauen scheinen häufiger, ältere Menschen seltener betroffen zu sein. "Besondere Kennzeichen gegenüber anderen Angststörungen sind das vergleichsweise frühe Eintrittsalter, die familiäre Häufung und der Erregungsverlauf, der nicht selten zu Ohnmacht führt." Die Phobie ist häufig mit anderen Formen der Angststörung kombiniert, berichtet Professor Dr. Hans-Wolfgang Hoefert (Berlin) in einem Beitrag im neu erschienenen Aufsatzband "Gesundheitsängste".

Verschiedene Faktoren werden für die Phobie verantwortlich gemacht:

- Evolutionäre Prädispositionen gegenüber Objekten und Situationenn, die schon in der frühen Menschheitsgeschichte als bedrohlich erlebt wurden

- Genetische und familiale Muster für Angststörungen im Allgemeinen, wobei die familiäre Häufung sowohl genetisch als auch durch die gemeinsame Umgebung zu erklären ist

- Lernprozesse, insbesondere Konditionierung durch das "Vorbild" überängstlicher Eltern

- Temperament im Sinne von Neurotizismus, emotionaler Labilität und Gehemmtheit

- gesteigerte Aufmerksamkeit für bedrohliche Reize und Informationen

Eine Blut-, Injektions- und Verletzungs-Angst kann nicht nur von entsprechenden Konfrontationen ausgelöst werden. Oft genügt bereits ein verbaler Hinweis oder ein Bild. Gleichzeitig entsteht meist auch Ekel.

Hoefert sieht die Problematik auf dem Hintergrund einer paradoxen Entwicklung: Während sich gesundheitliches Befinden und Sicherheit kontinuierlich verbessern, nehmen Gesundheitsängste in hochentwickelten Ländern wie Deutschland ständig zu.


Hans-Wolfgang Hoefert, Christoph Klotter (Hrsg.) Gesundheitsängste. Pabst, Lengerich/Berlin 2012, 322 Seiten, ISBN 978-3-89967-755-3

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