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Mobile Payment: Der Durchbruch kommt 2012

27.01.201218:58 UhrMedien & Telekommunikation
Bild: Mobile Payment: Der Durchbruch kommt 2012
01. - 02. Februar 2012
01. - 02. Februar 2012

(openPR) M-Days präsentieren aktuelle Untersuchungen zu Mobile Payment und App-Strategien

Die Experten prophezeien schon seit langem, dass sich das Smartphone zur elektronischen Geldbörse entwickeln wird. Jetzt endlich werden auch die technischen Voraussetzungen wie neue SIM-Karten-Generationen und Near-Field-Communication (NFC) geschaffen. Im Vorfeld der M-Days, der Kongressmesse für das mobile Internet am 1. und 2. Februar in Frankfurt am Main geht die Managmentberatung Mücke, Sturm & Company (MS&C) in ihrer aktuellen Untersuchung davon aus, dass sich das Transaktionsvobis 2016 auf über 23 Mrd. Euro steigern wird, vorausgesetzt, der Handel hat bis dahin entsprechende Lesegeräte installiert. Offen ist noch, wer auf Mobile Payment Anbieterseite das Rennen machen wird: Die Internetgiganten wie Google und Apple oder die Telekommunikationsunternehmen. Zwei Vorträge widmen sich diesem Themenkreis auf der Kongressmesse M-Days.



Ein immenses Potenzial
Den Anbietern im Online-Payment geht es gut: Der E-Commerce hat 2011 allein in Deutschland über 28 Mrd. Euro umgesetzt, der Umsatz wird in 2015 die 50 Mrd. Euro-Marke knacken. Darüber hinaus kommt es bei den Transaktionen zu einer Umverteilung von traditionellen Bezahlverfahren wie Rechnung oder Vorkasse hin zu modernen Prozessen, die extra für die Online-Bezahlung geschaffen worden sind. Damit agieren die Anbieter von modernen Bezahlverfahren auf der Basis von Wachstumsfaktoren wie etwa dem Erfolg des E-Commerce und der Umverteilung der Bezahlverfahren. Das theoretische Potenzial für neuartige Bezahlverfahren am Point-of-Sale beträgt ca. 380 Mrd. Euro. Sollten davon lediglich zehn Prozent durch die mobile Geldbörse erobert werden, würde ein neuer Payment-Markt entstehen, der von der Größenordnung her das gesamte Segment der Online-Transaktionen überflügeln würde. Die Untersuchung geht davon aus, dass das Transaktionsvolumen 2012 und 2013 zwischen 200 und 600 Millionen Euro betragen wird und sich bis 2016 auf über 23 Mrd. Euro steigert.

Henne-Ei-Problem: Die Stolpersteine
Um diese vielversprechenden Szenarien Wirklichkeit werden zu lassen, muss aber ein Henne-Ei-Problem gelöst werden: So funktioniert die Transaktion über NFC (Near Field Communications) nur, wenn nicht nur das Smartphone NFC-fähig ist, sondern auch der Handel flächendeckend NFC-fähige Lesegeräte installiert. Diesbezüglich stellen sich zwei Fragen: Wer trägt die Investition? Und welche Vorteile bieten sich dem Handel in dieser neuen Payment-Welt? Aufgrund dieser Problematik wird sich der Wandel zum Mobile Payment am Point of Sale nicht auf einen Schlag vollziehen, sondern sukzessive.

Die Teilnehmer am Rennen
Ein weiterer Aspekt des Vortrags in der Keynote-Runde des ersten Messetags wird die Frage sein, wo der zentrale Payment-Prozessor künftig platziert sein wird: In der SIM-Karte, in der Software des Betriebssytems oder festverankert im Smartphone selbst. „Dies ist eine entscheidende Wettbewerbsfrage, denn sie bestimmt, wer die Wertschöpfungskette kontrolliert und sich so das größte Stück am Kuchen sichert“, erklärt Michael Mücke, Managing Partner MS&C. Wird es die SIM-Karte, so werden die Telekommunikationskonzerne zum „Master des Mobile Payment“, in den anderen Fällen wird es ein Betriebssystem-Anbieter (allen voran Google) oder ein Hardware-Anbieter. Für die E-Payment-Anbieter und die Paymentinstitute wird dies keinen großen Unterschied machen – sie haben lediglich das Interesse, auf der jeweiligen Infrastruktur vertreten zu sein. Daher kooperieren sie auch de facto mit allen in den Feldversuchen. Mit im Kongress-Panel werden Uwe Becker, Media-Chef von Unilever Deutschland, Christian Hasselbring, Geschäftsführer von stern.de, und André Lönne, Geschäftsführer von HTC Germany.

Neue Studie „Convergent Apps Strategy" auf den M-Days
Am zweiten Tag der M-Days wird Achim Himmelreich, Partner bei MS&C, im Panel „Trends im App-Markt und welches Betriebssystem BITTE?“ App-übergreifende Strategien und ihre Chancen erläutern. Die Befragung von E-Commerce Managern im Handel und E-Commerce Dienstleistern zu diesem Thema verdeutlicht, dass Apps das strategische Gebot der Stunde sind und mit geräteübergreifenden App-Strategien noch vielversprechendes Terrain zu erschließen ist. Mehr als 50 Prozent der befragten Entscheidungsträger gaben an, dass der Konsument in Zukunft einen geräteübergreifenden Prozess erwartet, der zu einem großen Teil durch Apps gesteuert wird. Allerdings sehen mehr als zwei Drittel der Befragten die Unternehmen noch weit von einer Umsetzung entfernt. Die größten Probleme bestehen in der Harmonisierung der gesamten IT-Landschaft sowie der Organisationsstruktur. „Erfolgreiche App-Anbieter werden zukünftig auch am Zusammenspiel der verschiedenenen Endgeräte gemessen. Das setzt Veränderungen in der Organisation, in der Produktentwicklung und besonders in der IT voraus. Alle Bereiche werden noch enger zusammenarbeiten müssen", so analysiert Himmelreich die Umfrageergebnisse.

Neben einer zu befriedigenden Kundenerwartung birgt eine konvergente App-Strategie auch Potenzial im CRM-Bereich. Customer Touch Points müssen zu den jeweiligen Endgeräten passen - das senkt Kosten und erhöht die Kundenzufriedenheit.

Weitere Informationen zu den M-Days unter www.m-days.com und im Blog Connected der Messe Frankfurt zur Digitalisierung des Geschäftslebens unter http://connected.messefrankfurt.com.

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