(openPR) DEICHMANN fördert Unternehmen und öffentliche Einrichtungen im Kampf gegen Jugendarbeitslo-sigkeit
Nahezu jeder zweite Jugendliche unter 25 Jahren arbei-tet laut einer Studie der Bundesagentur für Arbeit im Niedriglohnsektor. Darüber hinaus belegen die aktuellen Arbeitslosenzahlen, dass junge Menschen in Deutsch-land häufiger mit Erwerbslosigkeit konfrontiert sind als die Gesamtbevölkerung. Um dieser Entwicklung entge-genzuwirken, zeichnet DEICHMANN, Europas größter Schuheinzelhändler, engagierte Arbeitgeber, Unterneh-men und Initiativen mit dem Förderpreis gegen Jugend-arbeitslosigkeit aus. Das Ziel: Die Arbeitgeber sollen gerade benachteiligten Jugendlichen eine Chance auf Arbeit geben. Der Preis ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert und wird seit 2005 verliehen. Zum ersten Mal wird der Förderpreis in drei Einzelkategorien (Unternehmen, Vereine und Einrichtungen sowie Schulen) unterteilt. Ab sofort können sich alle Arbeitgeber und Schulen unter www.deichmann-foerderpreis.de. bewerben.
Etwa zehn Prozent der Jugendlichen sind derzeit arbeitslos. 36,8 Prozent der erwerbstätigen Jugendlichen sind laut sta-tistischem Bundesamt "atypisch" beschäftigt. Darunter ver-steht die Bundesbehörde befristete Arbeitsverhältnisse, Teil-zeitarbeit bis zu 20 Stunden, geringfügige Beschäftigungs-verhältnisse sowie Leiharbeit. Eine Erhebung der Bundes-agentur für Arbeit belegt zudem, dass in Deutschland mehr als 700.000 Jugendliche trotz Vollzeitbeschäftigung nur etwa 60 Prozent des Durchschnittseinkommens erreichen. „Die Chancen der Jugendlichen können wir nur mit Bildung und Qualifikation verbessern“, sagt Michael Jungblut, Wirt-schaftsjournalist und Juror des DEICHMANN-Förderpreises. „Ein Berufseinstieg im Niedriglohnsektor ist oft der erste Schritt in Richtung Arbeitslosigkeit. Eine wichtige Grundlage für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben ist eine praxis-nahe Ausbildung, die individuelle Stärken der Jugendlichen fördert“, ergänzt der Wirtschaftsjournalist. „Wir müssen jetzt präventiv handeln, damit wir nicht in eine ähnlich prekäre Arbeitsmarktsituation wie viele unserer europäischen Nach-barn geraten“, fordert Jungblut.
Besonders stark von Jugendarbeitslosigkeit betroffen sind junge Menschen mit Handicaps. Behinderungen, psychische Probleme oder Sprachdefizite machen für viele Jugendliche einen Schulabschluss schwer bis unmöglich. Doch ohne Abschluss bleibt den meisten Jugendlichen auch der Zugang zu einer Ausbildungsstelle und somit ein qualifizierter Einstieg in den Arbeitsmarkt verwehrt. Diese Jugendlichen gelten oft als nicht ausbildungsfähig. Gerade in diesen Fällen sind engagierte Unternehmen und Initiativen gefragt, die die individuellen Stärken der Jugendlichen erkennen und diese nicht nur auf Grundlage ihrer Noten oder Handicaps bewer-ten.
„Es ist wichtig, dass auch benachteiligte Jugendliche eine faire Chance erhalten und sich im Berufsleben beweisen können“, erklärt Heinrich Deichmann, Initiator des Förder-preises und fügt hinzu: „Im Rahmen unserer Aktion möchten wir Unternehmen und Initiativen würdigen, die sich im auße-rordentlichen Maß für benachteiligte Jugendliche einsetzen und ihre individuellen Stärken fördern. Diese sollen auch als positive Beispiele ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wer-den.“
Initiativen und Vereine erhalten eigene Kategorie
Der DEICHMANN-Förderpreis wird 2012 zum ersten Mal in drei Kategorien vergeben. Die bestehende Kategorie „Beruf-liche Förderung durch Unternehmen, Vereine und öffentliche Einrichtungen“ wird in zwei unabhängige Kategorien aufge-teilt. Aufgrund der großen Bewerberzahl in der Vergangenheit möchte Deichmann in diesem Jahr sowohl den Unter-nehmen als auch öffentlichen Einrichtungen und Vereinen eine eigene Plattform bieten, um diese angemessen zu wür-digen. Hierbei ist die Größe eines Unternehmens, einer Ini-tiative oder eines Vereins nicht entscheidend. Im letzten Jahr schaffte es das Autohaus Rütz aus Hamburg auf den zweiten Platz. Der Inhaber eines mittelständischen Unternehmens, Uwe Rütz, engagiert sich seit Jahren für die Jugendlichen des Hamburger Stadtteils Billstedt, ein sozialer Brennpunkt mit einer Arbeitslosenquote von annähernd zehn Prozent.
In die engere Auswahl kommen besonders Projekte wie das Autohaus Rütz, die sich nicht nur durch öffentliche Mittel finanzieren. Die Kategorien „schulische Präventivmaßnah-men“ und der Sonderpreis für herausragendes Engagement von Einzelpersonen bleiben bestehen. In jeder dieser Kate-gorien wählt eine fachkundige Jury mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft die jeweils drei besten Projekte aus.
Bewerbungsfrist läuft bis 30. Juni 2012
Interessierte Unternehmen, Vereine, öffentliche Initiativen und Schulen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, benachtei-ligten Jugendlichen die Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen, können sich unter www.deichmann-foerderpreis.de bis zum 30. Juni 2012 bewerben.













