(openPR) Die Neurorehabilitation bündelt therapeutische Fachrichtungen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Den bundesweit ersten Studiengang bietet die SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera an.
In einer alternden Gesellschaft steigt auch die Häufigkeit neurologischer Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson-Krankheit und Multiple Sklerose. Vor diesem Hintergrund hat die Neurologie in den letzten Jahren einen Wandel in Diagnostik und Therapie vollzogen. Zentral ist die Arbeit in interdisziplinären Teams, um Patienten ganzheitlich zu behandeln. In der Schlaganfallbehandlung zum Beispiel werden Stroke Units gebildet, in denen Spezialisten der verschiedenen Fachrichtungen zusammenarbeiten. Gleichzeitig zeigt die moderne Hirnforschung neue Wege für die Rehabilitation neurologischer Erkrankungen. Das erfordert interdisziplinär ausgebildete Mediziner und Therapeuten.
Für diesen Bedarf bietet die SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera den bundesweit einzigen Studiengang Neurorehabilitation an. Neueste Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften und aus neurologischen Therapieansätzen fließen in das Studium ein. „Die Absolventen haben eine breite auf wissenschaftlicher Basis aufgebaute Handlungskompetenz, die es ermöglicht, die effektivsten Rehabilitationsmaßnahmen für jeden Patienten auszuwählen und in der Anwendung zu optimieren“, sagt Prof. Dr. Manfred V. Singer, Präsident der SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera.
Haben bisher Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten jeweils ihr eigenes Therapiekonzept verfolgt, koordiniert nun der Neurotherapeut eine fachübergreifende, patientenzentrierte Behandlung. Sie verbindet bislang getrennte Ansätze auf Grundlage der Erkenntnis, dass alle neurologischen Prozesse miteinander in Verbindung stehen.
Der Bachelorstudiengang richtet sich sowohl an Therapeuten mit abgeschlossener Ausbildung als auch an Auszubildende in einem therapeutischen Beruf. Teilzeit- und ausbildungsbegleitendes Modell ermöglichen es, parallel zur Arbeit oder zur Ausbildung zu studieren. Der Lehrplan umfasst berufsspezifische Grundlagen, erweitertes Fachwissen in Neurowissenschaften und Neurorehabilitation sowie Management-kompetenzen und wissenschaftliches Arbeiten. Im Masterstudium werden die Studierenden auf Leitungs- und Managementfunktionen in medizinischen und therapeutischen Einrichtungen und auf die Arbeit in Wissenschaft und Forschung vorbereitet. Hier entwickeln sie neue Behandlungskonzepte, um die Lebensqualität chronisch Kranker und Pflegebedürftiger zu verbessern.
Infotag zum Studiengang am 1. Februar, ab 17 Uhr.











