(openPR) 09. September 2005
Antalya - (atr) – Immer häufiger erreichen unsere Redaktion Anrufe oder wird uns in persönlichen Gesprächen von Diebstählen in Wohnungen und Häuser berichtet. Besonders häufig sind davon die Residenten betroffen, weil bei diesen am ehesten Vermögen vermutet wird. Diese zahlreichen Informationen von unmittelbar Betroffenen stehen imkrassen Widerspruch zu denoffiziellen Verlautbarungen und auch den in deutschsprachigen Medien veröffentlichten Meldungen.
Aus der Sicht der Politiker und Geschäftsleute mag es verständlich sein, dass man den guten Ruf der Türkei als ein vergleichsweise sicheres Land mit geringer Kriminalitätsrate nicht verlieren möchte. Genau diese Schönfärberei hat dazu geführt, dass Touristen ebenso wie Residenten sorglos – und daraus resultierend häufig leichtsinnig potenziellen Dieben die Arbeit sehr leicht machen.
Nahezu alle der ATR-Redaktion in der letzten Zeit bekannt gewordenen Fälleweisen gemeinsame Merkmale auf. Deshalb haben wir inder Überschrift auch nicht von Einbrüchen, sondern von Diebstählen gesprochen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, waren immer entweder eine Balkontür oder ein Fenster geöffnet oder nur unzureichend gesichert, sodass der Zugang zur Wohnung oder zum Haus problemlos möglich war.
In Einzelfällen handelte sich dabei sogar um Wohnungen im Erdgeschoss. Typisch ist auch, dass die Diebe überwiegend die frühen Morgenstunden nutzen, wo der Schlaf noch besonders tief ist. So weit es sich rekonstruieren lies, wurde der Diebstahl häufig zeitlich mit dem Ruf zum ersten Morgengebet abgestimmt. Polizeikräfte sahen als Grund für diese zeitliche Koordination, dass durch den Ruf zum Morgengebet Geräusche in der Wohnung leichter verdeckt werden können.
Weiter war es in den meisten Fällen so, dass Wertgegenstände – wie z.B. Schmuck - und Bargeld offen oder zumindest gut auffindbar und ungeschützt an verschiedenen Stellen der Wohnung aufbewahrt wurden. Allerdings kann eine Aufbewahrung der Gegenstände zum Beispiel in der Nähe des Bettes nicht unbedingt als ein Schutz angesehen werden, da immer häufiger die Diebe die Bestohlenen zuvor durch Sprays mit vorübergehend betäubender Wirkung „außer Gefecht setzen“.
Nach den uns vorliegenden Informatio-nen müssen wir deswegen alle Residenten dringend davor warnen, mit offenen Fenstern oder Türen zu schlafen. Dies gilt auch dann, wenn es sich nicht um Wohnungen im Parterre oder im ersten Stock handelt. Auch in höheren Stockwerken kommt es immer wieder zu Diebstählen.
Türkei
Was viele Resindenten auch vergessen:
Die Einkommensunterschiede zum überwiegenden Teil der türkischen Bevölkerung sind nach wie vor sehr hoch!
Ferner: Leichtsinn und Arglosigkeit machen es den Dieben nicht nur sehr leicht, sondern verleiten auch Diebstählen!
Aus ATR - Ausgabe 62 09.09.2005
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