(openPR) Von 21. Januar bis einschließlich 8. April zeigt die Städtische Galerie im Alten Spital im Rahmen der Ausstellung „Zerbrechliche Heiligenwelten“ Hinterglasikonen aus Rumänien. Die Ausstellung ist eine Leihgabe des Siebenbürgischen Museums Gundelsheim.
Dr. Irmgard Sedler von den Städtischen Museen Kornwestheim über die Ausstellung: "Die Anfänge der Hinterglasmalerei in dieser östlichen Provinz des Habsburgerreiches stehen zu Beginn des 18. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Einführung von volkstümlichen katholischen Hinterglas-Andachtsbildern durch Glashüttenarbeiter und Devotionalienhändler aus Süddeutschland, Böhmen und der Slowakei. Anders jedoch als in diesen Ländern entwickelt sich die einheimisch-siebenbürgische Produktion nicht im Umfeld der im Aufschwung befindlichen siebenbürgischen Glashütten, sondern direkt als Hausindustrie im ländlich-bäuerlichen Milieu und auch hier nur bei der rumänischen, der Ostkirche zugehörigen, Bevölkerung.
Die Bauernmaler bedienten den Bedarf an erschwinglichen, für den Hausgebrauch gedachter Hinterglasikonen einer ausschließlich rumänischen, orthodoxen oder aber „unierten“ (griechisch-katholischen) ländlichen, minderbegüterten Kundschaft. Im Laufe der Zeit entwickelten die Zentren der Hinterglas-Ikonenmalerei gestalterische Eigenarten, die es uns heute ermöglichen die Herkunft der Hinterglasikonen zu bestimmen. Bei den rumänischen Hinterglasikonen verbindet sich – die über westliche Vermittlung rezipierte Technik des Hinterglasmalens – mit einem Bildverständnis, das in erster Linie durch die byzantinisch geprägte kirchlich-othodoxe Ikonenmalerei bestimmt wird. Die laienhafte, hausindustrielle Herstellung der Bilder verbindet dies zu einem künstlerisch-unverwechselbaren Gesamtwerk."
Die Städtische Galerie im Alten Spital in Bad Wimpfen ist Di. bis So. von 10-12 und 14-17 Uhr für den Besucherverkehr geöffnet. Der Eintritt ist frei.










