(openPR) Brauche ich wirklich die teuerste Sorte? Wie sieht es mit Bio aus? Kann ich verschiedene Produkte miteinander mischen? Kein Auto kommt ohne Motorenöl aus, dennoch gibt es bei der Anwendung immer wieder Unklarheiten. BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau sprach darüber mit einem, der wissen muss, wie es richtig geht. Michael Scholer leitet beim Mineralölwerk Méguin die Abteilung Labor, Produktentwicklung und Anwendungstechnik und sagt, worauf es bei Motorenölen ankommt.
Herr Scholer, der Winter steht vor der Tür, es wird kälter und auch mancher Autofahrer fragt sich, was er hinsichtlich seines Motorenöls beachten muss.
Michael Scholer: Wichtig ist das Kaltstartverhalten, also ob das Motorenöl mit den tiefen Temperaturen zurechtkommt. Hier ist die SAE-Klasse ausschlaggebend, zum Beispiel 5W30. Je niedriger die erste Zahl, desto besser fließt das Motorenöl bei Kälte und schützt den Motor vor Verschleiß. Entsprechend seiner Klasse ist das Öl für Temperaturen von bis zu minus 30 Grad geeignet. Die zweite Zahl steht übrigens für das Verhalten bei Hitze. Ist die Zahl höher, bleibt der Ölfilm auch bei entsprechenden Temperaturen belastbar.
Was sind bei Motorenölen grundsätzlich die wichtigsten Parameter für Verbraucher?
Das sind die Leistungsfähigkeit, das heißt, welche Anforderungen oder Spezifikationen werden vom Motoröl erfüllt, und die Viskosität, die in den gerade angesprochenen SAE-Klassen genormt ist. Ob Mercedes, Volkswagen oder Opeljeder Autohersteller legt in Empfehlungen fest, welcher Qualitätslevel seinen Fahrzeugen gut tut. Das ist stark von der Motorenkonstruktion abhängig. Danach muss ich mich richten. Die Automobilspezifikationen und die SAE-Klasse sollten auch auf jeder Ölkanne vermerkt sein, dann fällt die Wahl des richtigen Öls nicht schwer.
Das Angebot am Markt ist groß. Was unterscheidet mineralische, teil- und vollsynthetische Öle hinsichtlich ihrer praktischen Eigenschaften?
Mineralische Öle basieren auf einfachen Basisölen plus Additive. Sie sind verhältnismäßig günstig, aber man muss etwa Abstriche beim Viskositätsverhalten oder der Alterungsstabilität hinnehmen. Halbsynthetische Öle sind in diesen Bereichen schon wesentlich besser. Vollsynthetische Öle werden dagegen je nach den speziellen Ansprüchen zusammengebaut. Sie sind optimiert, dafür relativ teuer.
Welche Argumente sprechen dafür, hochwertige, aber auch teurere Motorenöle zu verwenden? Sind Billig-Öle wirklich so viel schlechter?
Billige Motorenöle setzen sich in der Regel aus einfachen Mineralölen zusammen, mit entsprechenden Einschränkungen beispielsweise bei der Temperaturbeständigkeit und Alterung. Sie sind zudem in der Additivierung nicht so komplett wie hochwertigere Öle, was sich etwa beim Verdampfungsverlust äußert. Zugleich sind die Ansprüche der Hersteller stark gestiegen: Betrug der Ölwechselintervall früher 10.000 Kilometer, muss das Motorenöl heute 25.000 bis 30.000 Kilometer reichen. Als Verbraucher sollte ich mein Öl danach aussuchen, wie alt das Auto ist. Man kann nicht grundsätzlich sagen, dass immer das teuerste Öl benötigt wird.
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