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Global Village: Fakt oder Mythos? Open University Professorin über globale Unternehmensstrategien

12.12.201108:30 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Global Village: Fakt oder Mythos? Open University Professorin über globale Unternehmensstrategien
Susan Segal-Horn beim Vortrag in Frankfurt
Susan Segal-Horn beim Vortrag in Frankfurt

(openPR) Ist die Welt ein „Global Village“? Gibt es den globalen Konsumenten? Oder ist eher ein Trend zur Regionalisierung zu beobachten bei der Entwicklung internationaler Unternehmensstrategien? Auf diese und andere Fragen rund um die Grundlagen globaler Strategien gab Susan Segal-Horn, emeritierte Professorin der Open University Business School, in ihrem Vortrag treffende Analysen und Anregungen. Die britische Professorin und wissenschaftliche MBA-Studienmodul-Autorin war auf Einladung der Ehemaligenvereinigung der Open University Business School nach Frankfurt am Main gekommen. Rund 40 MBA-Alumni folgten mit großer Spannung im Deutschen Bank Gebäude ihrem charismatischen Vortrag über die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekte globaler Strategien von Großunternehmen.



Die britische Wissenschaftlerin definierte Globalisierung als die Integration verschiedener wirtschaftlicher Aktivitäten über Grenzen hinweg. Globalisierung stelle eine strategische Grundorientierung einer internationalen Unternehmung dar, die den Weltmarkt als eine weitgehend homogene Gesamtheit ansieht und dementsprechend nach Produkt- und Prozessstandardisierung strebt, um Wettbewerbsvorteile durch Kostenreduktion und Größenvorteile zu erreichen. Professor Segal-Horn betonte, Globalisierung nicht einzelne Länder globalisiere, sondern zu einer höheren Marktverflechtung zwischen den Ländern mit Auswirkungen auf soziale und politische Komponenten führe. Die Gegner der Globalisierung befürchteten, es entstünde eine Ausbeutung der jeweiligen nationalen Märkte, bei denen die Gewinner und Verlierer immer von der Größe abhängig seien („Big firms always win“).

Die Professorin argumentierte, dass es nach ihrem Ansätzen weder das globale Dorf, den globalen Markt oder gar den globalen Konsumenten gäbe. Letztendlich sei die Weltwirtschaft regional geprägt. Es gäbe völlig unterschiedliche nationale, regionale und supranationale Gesetzte sowie enorme kulturelle Unterschiede, die global agierende Unternehmungen in ihren Strategien berücksichtigen müssen, um auf dem jeweiligen Markt erfolgreich zu sein. „Um vom Verbraucher angenommen zu werden, muss der Hamburger einer weltweit agierenden Fast-Food-Kette von Land zu Land geschmacklich unterschiedlich zubereitet werden. In Frankreich wird zum Hamburger gar Rotwein angeboten, was bei uns verpönt wäre“, führte Susan Segal-Horn als Beispiel an. Ein bekannter Hersteller von Babywindeln erlebte böse Überraschungen bei der Markeinführung in Japan: Die angebotenen Windeln waren für japanische Neugeborene zu groß und daher unbrauchbar.

Große Herausforderungen stellten sich den Unternehmen in den so genannten Schwellenländern. So benötigen hier multinationale Konzerne sehr unterschiedliche internationale Strategien; sie entwickeln unterschiedlich Produkte und Dienstleistungen, die zu den erheblich niedrigeren Durchschnittseinkommen passen. Dies schafft die Möglichkeit, sich mit den Entwicklungen vertraut zu machen, die aus Marktstrategien für aufstrebende Länder entstehen wie Mikrokredite, die Gestaltung eines 100-Dollar-Computers oder dem Tata "Nano", einem 2000 Dollar-Auto.

Der Ansatz der „Base of the Pyramid“ (BOP)-Geschäftsmodelle, der die „Ärmsten der Armen“ in effiziente Marktstrukturen und unternehmerische Wertschöpfungsketten einbinden soll, wurde vorgestellt und diskutiert. Seit der Eurokrise berührten BOP-Modelle aber nicht nur Schwellenländer, die relativ gesehen ziemlich „schuldenfrei“ seien. Durch die hohe Staatsverschuldung bestimmter EU-Länder (den so genannten PIIGS: Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien), der hier herrschenden hohen Arbeitslosigkeit und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Märkte, kämen auf die Unternehmen völlig neue strategische, industrielle und ethische Verantwortungen und Herausforderung zu. Die Konzerne werden aber auch mit zusätzlichen Risiken durch unterschiedliche rechtliche, finanzielle und wirtschaftliche Infrastrukturen konfrontiert.

Zahlreiche Case Studies und aktuelle Beispiele aus Susan Segal-Horns Forschungsarbeiten wurden in die neu strukturierten MBA-Module der Open University Business School eingearbeitet.

Als Professorin für Internationale Strategie an der Open University Business School war Susan Segal-Horn maßgeblich an den MBA-Modulen für den Studiengang beteiligt. Zuvor war sie Professorin für Internationale Strategie an der Universität von Kent und arbeitete mehrere Jahre in der Strategy Group an der Cranfield School of Management. Sie hielt eine Gastprofessur in International Business an der Ecole Nationale de Ponts et Chaussees in Paris, und in Corporate Strategy an der Graduate School, University of Notre Dame, USA. Professor Segal-Horn fungiert als Beraterin und Moderatorin von Strategie-Workshops in Großbritannien und weltweit. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Globalisierung der Branchen und Unternehmen. Sie ist spezialisiert auf globale Strategien im Dienstleistungssektor und in multinationalen Dienstleistungsunternehmen. Zudem ist sie eine gefragte Rednerin auf internationalen Konferenzen. Sie hat fünf Bücher und über 90 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Bis 2005 war sie die Herausgeberin der European Business Journal. Derzeit arbeitet sie an ihrem sechsten Buch über Globalisierung.

Weitere Informationen: The Open University Business School Representation, Tristan Sage, Zeppelinstraße 73, 81669 München, Tel. 089/89 70 90 48, E-Mail: E-Mail oder www.open.ac.uk/germany

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