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Gleichberechtigung für Frauen im Buddhismus

Bild: Gleichberechtigung für Frauen im Buddhismus
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Buchcover von "Mit Würde und Beharrlichkeit"

(openPR) Die buddhistische Nonne Bhikshuni Jampa Tsedroen (Carola Roloff) lehrt am Tibetischen Zentrum in Hamburg buddhistische Philosophie und ist an der Universität Hamburg Dozentin und Forschungsstipendiatin mit dem Spezialgebiet der Ordination von Nonnen und Frauen im Buddhismus.



Im Jahr 2007 fand in Hamburg zusammen mit dem Dalai Lama ein internationaler Kongress statt, bei dem es um die Frage der Ordination von Frauen im Buddhismus ging. Denn, obwohl der Buddha vor über 2500 Jahren neben dem Mönchs- auch einen Nonnenorden gründete, ist heute Frauen im Theravada-Buddhismus wie im tibetischen Buddhismus das Recht verwehrt, ein Leben als vollordinierte Nonne zu führen. Der Dalai Lama selbst engagiert sich leidenschaftlich für die Gleichheit der Geschlechter im Buddhismus, ohne die der Buddhismus kaum eine Zukunft haben wird.

In diesem Band sind die wichtigsten Beiträge der Konferenz enthalten. Sie beschäftigen sich u. a. damit, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass Nonnen nicht gleichberechtigt sind und z. B. nicht voll ordinieren können, da doch der Buddha selbst den Nonnenorden gegründet hatte. Dabei werden die Geschichte sowie die klassische buddhistische Literatur sehr genau beleuchtet und auf eine Weise präsentiert, dass es auch Laien verstehen können.

Ein großer Teil der Beiträge widmet sich der Frage, wie dieser Umstand geändert werden kann. Die vielen verschiedenen Vorschläge und Lösungswege verdeutlichen, dass das Thema angegangen wird, und es bleibt zu hoffen, dass eine endgültige Lösung nicht mehr lange auf sich warten lässt.
Dazu ein Auszug aus einem Beitrag einer langjährigen Nonne: „Im Allgemeinen bedeutet der Begriff Menschenrechte, dass Menschen bestimmte fundamentale Rechte und Freiheiten besitzen. Religiöse Rechte und Freiheiten werden gewöhnlich als die grundlegendsten aller Menschenrechte betrachtet. Um den Dharma ungehindert praktizieren zu können, müssen alle Menschen, sowohl weibliche als auch männliche, Zugang zu gleichen Möglichkeiten haben, um ihren religiösen Glauben zu studieren und zu praktizieren und ihre religiösen Ziele zu verfolgen. So wie man heute Länder, in denen man Frauen das Wahlrecht verweigert, als rückständig betrachtet, werden Buddhisten sicherlich negativ in die Geschichte eingehen, wenn sie Frauen fundamentale Rechte und Freiheiten vorenthalten. Gleichzeitig ist es offensichtlich, dass der Zugang zur vollen Ordination für Frauen Hand in Hand mit der buddhistischen Ausbildung und der Unterstützung von Frauen im monastischen Leben durch die Gemeinde gehen muss. Die gleichen Chancen auf Bildung und Ordination vorausgesetzt, versprechen Frauen, zu Stützen der Tradition zu werden und buddhistischen Gesellschaften und der menschlichen Gesellschaft insgesamt großen Nutzen zu bringen. Die Anerkennung der vollen Ordination für Frauen ist nicht nur eine Angelegenheit sozialer Gerechtigkeit, sondern sie ist auch einfach eine Sache des gesunden Menschenverstandes.“
Die Konferenz sowie das Buch stellen einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur vollen Gleichberechtigung von Frauen im Buddhismus dar.

Jampa Tsedroen & Thea Mohr (Hrsg.): Mit Würde und Beharrlichkeit. Die Erneuerung buddhistischer Nonnenorden, edition steinrich 2011, Hardcover mit Lesebändchen, 528 Seiten, ISBN 978-3-942085-17-5, Euro 29,90

http://www.edition-steinrich.de

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