(openPR) Spiekermann konzipiert Grundwassersanierung am Standort einer ehemaligen Wäscherei
Düsseldorf, im November 2011 – Die Kontamination des Grundwassers mit leichtflüchtigen Halogenkohlenwasserstoffen (LHKW) war seit Jahren bekannt. Nun kommt Bewegung in das Gelände der ehemaligen Helmstedter Wäscherei: Die Sanierung startet im Oktober 2011 im Auftrage der Gesellschafter des neuen Nutzers AUTO plus. Die Voraussetzungen dafür hat die Spiekermann AG in den vergangenen beiden Jahren mit einer erweiterten Untersuchung und der Erstellung des Sanierungskonzepts geschaffen. Eine kombinierte Mischung aus Pump and Treat-Maßnahmen sowie dem Air-Sparging-System stellte sich dabei als sinnvolle und zeitsparende Lösung heraus. Sie wurde jetzt vom Umweltamt Helmstedt genehmigt.
Wäschereien waschen nicht alles sauber: Bereits 1992 zeigten Untersuchungen eine LHKW-Kontamination des Grundwassers im Bereich einer ehemaligen Wäscherei. 2009 wurde Spiekermann dann mit detaillierten Untersuchungen und Analysen beauftragt. Diese konkretisierten die Lage der Verunreinigungen: Überwiegend liegen sie im oberflächennahen Bereich des Aquifers, doch auch in Tiefen bis 50 Meter lassen sich gelöste LHKW nachweisen.
Neben dem Einsatz des klassischen Pump- and Treat-Verfahrens für den unteren Aquifer-Bereich schlugen die beratenden Ingenieure von Spiekermann das Air-Sparging vor. Es soll im oberen, stärker kontaminierten Aquiferbereich eingesetzt werden. Der Vorteil liegt hier in einer kürzeren Sanierungsdauer.
„Mit dem Air-Sparging-Verfahren konnten wir dem neuen Nutzer des kontaminierten Geländes ein zeit- und damit auch kostensparendes Verfahren zur Sanierung anbieten“, erklärt Peter H. Riedel, Vorstandsvorsitzender der Spiekermann AG Consulting Engineers.
„Das deckt sich mit unserem Anspruch, für jeden Auftraggeber eine kostenoptimierte individuelle Lösung zu finden.“
Das Air-Sparging wird seit den achtziger Jahren bei der Grundwasserverunreinigung durch leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe angewendet. Dabei wird über Injektionslanzen oder -bohrungen kontinuierlich Frischluft in die wassergesättigte Zone gepresst. Die Luft verdrängt Wasser aus dem nutzbaren Porenraum. Durch das permanente Durchlüften der wassergesättigten Zone werden Selbstreinigungsprozesse aktiviert und flüchtige Schadstoffe herausgetragen. Um zu verhindern, dass die kontaminierte Gasphase unkontrolliert in den Boden oder die Atmosphäre entweichen kann, wird dabei begleitend die Bodenluft abgesaugt.
In Helmstedt sollen laut Planung je zwölf Injektions- und Absaugpegel für das Air-Sparging sowie zwei tiefe Sanierungsbrunnen für die Grundwasserförderung errichtet werden. Die LHKW werden über Aktivkohle aus der abgesaugten Luft und dem geförderten Grundwasser abgereinigt. Auch an die nahe liegende Wohnsiedlung wurde gedacht: Das Konzept berücksichtigt Lärm- und Emissionsschutz für die Anlieger.
Ein halbjähriger Feldversuch hat gezeigt, dass sich durch den Einsatz des Air-Spargings die Sanierungsdauer gegenüber einer komplett mit Pump and Treat-Verfahren durchgeführten Maßnahme verkürzt. Nach der Zustimmung durch das Umweltamt stellte der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) Fördergelder für die Sanierung bereit. Auch der Landkreis Helmstedt beteiligt sich an den Kosten. Damit steht einem Start Mitte Oktober 2011 nichts mehr im Wege. Bis Ende 2014 soll das Grundwasser gereinigt sein. Die Spiekermann AG wird die Sanierung beratend begleiten und entsprechend aktueller Auswertungen ständig optimieren.
Einen ersten Erfolg gibt es bereits: In der Zwischenzeit konnte sich das Unternehmen AUTO plus, welches Autofahrer-Fachmärkte und Kfz-Meisterwerkstätten betreibt, mit einer neuen Filiale ansiedeln. Auf dem früheren Wäschereigelände werden jetzt auf ca. 1000 qm Autoteile und Werkstattleistungen für alle Fahrzeugmarken angeboten.
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