(openPR) Am vergangenen Wochenende ist DI Adi Kastner nach schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie im Alter von 72 Jahren verstorben.
Das Waldviertel und Adolf „Adi“ Kastner gehörten untrennbar zusammen. In seiner Funktion als Direktor der landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof und als Landesbeauftragter für das Waldviertel war er vor und auch nach seiner Pensionierung unermüdlich im Einsatz. Kastner`s Leben war geprägt von der Vision, den Menschen im Waldviertel eine Zukunftsperspektive zu geben. Ressourcen in Landwirtschaft und Fremdenverkehr erkennen und nutzen, sowie dafür entsprechende Plattformen zu schaffen hatten oberste Priorität. Als Gründer, Ideengeber und Geburtshelfer tragen mehrere hundert Projekte seine Handschrift. Pro Waldviertel, Waldland, Waldviertelakademie oder Maschinenring sind nur einige wenige dieser Vereine und Organisationen.
In den Anfängen seiner Tätigkeit als Landesbeauftragter gab es kaum eine Überlebenschance für das Waldviertel. „Ich muss einen Weg für die Menschen aus der Hoffnungslosigkeit in meiner Heimat finden“, war sein persönlicher Auftrag an sich selbst und sein Motor zugleich.
Aus diesem Bewusstsein sind viele Projekte entstanden. Landwirtschaftliche Alternativen wie Mohn, Flachs oder Mariendiestel als Produkt und in ihrer Schönheit veredelt zu vermarkten war nur eine von vielen Perspektiven. Sehr vieles ist geglückt, die Saat ist aufgegangen, trägt heute viele Früchte. Erfolg und Misserfolg liegen jedoch oft ganz eng beieinander. Diese schmerzliche Erfahrung blieb dem engagierten Manager leider nicht erspart. „Verschiedene Projekte haben sich nicht optimal entwickelt. Die daraus resultierenden Schwierigkeiten haben tiefe Spuren an seiner Seele und Gesundheit hinterlassen“, sind Insider überzeugt.
Als ambitionierter Direktor, Lehrer, Pfadfinderführer und Familienvater von sechs Kindern waren die Zukunftschancen für die Jugend im Waldviertel ein weiterer wesentlicher Aspekt. „Alle Sorgen und Nöte des Waldviertels haben bei uns zu Hause in Moidrams Platz gefunden. Es war nicht immer leicht, die erweiterte Familie zu akzeptieren“, sind sich Gattin Hildegard und die „Kastnerkinder“ einig. Jedoch nachträglich betrachtend: „Wenn der Hut wirklich gebrannt hat, war er dann doch immer für uns da“.
Die Familie hat unter www.adikastner.at eine Gedenkseite eingerichtet, die an den großen Visionär des Waldviertels erinnert. Dort ist auch ein Online-Kondolenzbuch zu finden, in das sich Freunde und Wegbegleiter eintragen können.











