(openPR) Zuwanderung als Chance zu verstehen sowie attraktive Rahmenbedingungen vor allem für junge Migrantinnen und Migranten zu schaffen – das ist das Ziel des Modellprojekts ‚DiverseCity‘ des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. (CJD – die Chancengeber). Das Projekt wurde gestern (14. November) mit dem ‚Deutschen Diversity Preis‘ in der Kategorie ‚Innovativste Diversity Projekte Deutschlands‘ ausgezeichnet. Damit befindet sich das CJD in guter Gesellschaft: Den Preis als ‚Diversity Persönlichkeit des Jahres‘ erhielt Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Der Deutsche Diversity Preis wurde von Henkel, McKinsey & Company sowie dem Magazin WirtschaftsWoche ins Leben gerufen und wird von der ‚Charta der Vielfalt‘ unterstützt. Er wurde zum ersten Mal vergeben. In der Kategorie ‚Innovativste Diversity Projekte‘ werden Vorhaben ausgezeichnet, die Diversity oder Diversity Management auf innovative Art voranbringen, Diversity-Maßnahmen wirksam einsetzen und ein hohes Maß an Relevanz aufweisen. Für das CJD nahm Annelies Wiesner, Bundestutorin des Fachbereichs Migra-tion/Integration im CJD und Leiterin des CJD Eutin, den Preis im Rahmen einer festlichen Gala, moderiert von Barbara Schöneberger, entgegen. Weitere Preisträger waren die Unternehmen BASF, Google, ING.Diba sowie das Start-up twago. Rund 200 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien nahmen an der Preisverleihung teil, von Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde eine Videobotschaft zugeschaltet.
Unter Federführung des CJD Eutin wird das Projekt ‚DiverseCity‘ vom CJD an sechs Projektstandorten in sechs Bundesländern durchgeführt: Eutin (Schleswig-Holstein), Neumarkt (Bayern), Pirna (Sachsen), Überlingen (Baden-Württemberg), Uelzen (Niedersachsen) und Versmold (Nordrhein-Westfalen). Gerade solche Klein- und Mittelstädte werden in den kommenden Jahren die Nachteile der demografischen Entwicklung in Deutschland zu spüren bekommen: Die Bevölkerung wird älter; junge, qualifizierte Kräfte zieht es in die Metropolen. Das Projekt ‚DiverseCity‘ will dieser Entwicklung durch die Schaffung attraktiver Lebensbedingungen für junge Zuwandererfamilien entgegenwirken – davon profitiert natürlich auch die einheimische Bevölke-rung.
‚DiverseCity‘ versteht Zuwanderung nicht als Risiko, sondern als Chance: „Gelebte gesellschaftliche Vielfalt ist ein Gewinn für alle“, erklärt Annelies Wiesner. Potenziale und Ressourcen von Vielfalt – wie Mehrsprachigkeit, interkulturelle Erfahrungen, Engagement und Unternehmergeist – müssten op-timal gefördert und genutzt werden. Die Projektleiterin bedankte sich bei den Bürgermeistern der beteiligten Kommunen: „Ohne Ihr außerordentliches Engagement, Diversity unter dem Aspekt Zuwanderung in die Stadtentwick-lungskonzepte zu implementieren, hätte das Projekt nicht zu diesem Erfolg geführt werden können.“











