(openPR) „Online-Dienstleistungsplattformen schaffen Transparenz und Sicherheit!“
Gegenseitiges Bewertungssystem:
* „Öffentlicher Pranger“ für schlechte Zahlungsmoral oder mindere Arbeitsqualität
* Kooperationsangebot ans Handwerk: Künftig könnte der Meisterbrief für bestimmte Leistungen verpflichtend sein
Wiesbaden, 30. August 2005 – Auf die von mehreren Handwerksverbänden geäußerte Kritik am Geschäftsmodell der diversen Internetplattformen für Dienstleistungen hat heute der jüngste Vertreter dieser relativ neuen Online-Branche, der auf das Rhein-Main-Gebiet spezialisierte Dienstleistungsmarktplatz Die Auftragsbörse (www.die-auftragsboerse.de), reagiert. Statt pauschale Kritik zu üben, solle das Handwerk lieber die Chancen erkennen, die aus dem Aufkommen der Dienstleistungsplattformen resultierten, erklärten die Betreiber der Auftragsbörse. Gleichzeitig boten sie den Handwerksverbänden an, deren Wünsche bei der Weiterentwicklung der Web-Plattform zu berücksichtigen.
Obschon sie zur Hauptzielgruppe der in den vergangenen Monaten entstandenen Internetmarktplätze für Dienstleistungen jeglicher Art zählen, stehen manche Handwerker, besonders aber viele ihrer Standesvertreter, den neuen Online-Plattformen bislang eher skeptisch gegenüber: Von mangelnder Qualität, die zwangsläufige Folge der niedrigen Preise sei, bis hin zu Preis-Dumping und Schwarzarbeit, denen Vorschub geleistet werde, reicht die Palette der Vorwürfe. Hauptsächlich konzentrieren die Sprecher der Handwerksverbände ihre Kritik auf die „Umgekehrten Auktionen“, die zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells eines jeden Online-Dienstleistungsmarktplatzes sind. Bei diesem Verfahren können sich die an einem Auftrag interessierten Handwerker in ihren Honoraren gegenseitig unterbieten und damit ihre Chancen auf den Zuschlag vergrößern. Damit, so die Handwerkssprecher, werde minder qualifizierten Dienstleistern Tür und Tor geöffnet.
„Wir haben zwar Verständnis für die Bedenken mancher Handwerksvertreter“, erklärten Thomas Schlüter und Sebastian Koch, die beiden Geschäftsführer der Auftragsbörse, heute in Wiesbaden, „fairer wäre es dennoch, genau und differenziert hinzuschauen statt pauschal Kritik zu üben.“ So verfüge fast jede Online-Dienstleistungsplattform über ein Bewertungssystem, bei dem sich – ähnlich wie beim Auktionsportal eBay – die beiden Vertragspartner nach Erbringung der Dienstleistung gegenseitig bewerten. „Wer als Auftraggeber eine schlechte Zahlungsmoral an den Tag legt oder als Auftragnehmer mindere Arbeitsqualität abliefert und infolgedessen negative Bewertungen erhält, steht praktisch öffentlich am Pranger und bekommt dadurch allergrößte Schwierigkeiten, künftig weitere Dienstleister bzw. Kunden zu finden. Umgekehrt ist jede positive Bewertung eine Art Qualitätssiegel und wirkt damit als kostenlose Werbung“, erläutern Koch und Schlüter den Selbstregelungseffekt des Bewertungssystems: „Dieser Mechanismus sorgt auf beiden Seiten für ein Maß an qualitativer Transparenz, das es bislang nirgends gab und dessen Sicherheitsvorteile auch die Handwerksverbände anerkennen sollten!“ Darüber hinaus schüfen selbstverständlich auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Auftragsbörse die Möglichkeit, gegen eventuelle „Schwarze Schafe“ vorzugehen.
Zusätzliche Transparenz entstehe außerdem dadurch, dass der potenzielle Auftragnehmer jederzeit – also auch während der laufenden Angebotsfrist – mit dem Auftraggeber Kontakt aufnehmen könne, um Fragen abzuklären; die Kontaktmöglichkeit bestehe natürlich auch in umgekehrter Richtung. Weiterhin trage die geografische Fokussierung der Auftragsbörse auf das Rhein-Main-Gebiet zur Transparenz bei: Die regionale Konzentration erlaube es, dass Auftraggeber und Auftragnehmer auf Wunsch jederzeit in einen direkten persönlichen Kontakt treten und damit die zwangsläufige Anonymität des Internets auflösen können.
Über das, was andere Online-Dienstleistungsportale anbieten, hinaus gibt Die Auftragsbörse „ihren“ Auftraggebern ein weiteres Instrument zur Sicherung der Dienstleistungsqualität an die Hand: Im Gegensatz zu allen anderen Plattformen ist der Auftraggeber in der Auftragsbörse nicht dazu verpflichtet, nach Ablauf der Angebotsfrist aus den eingegangenen Angeboten eines auszuwählen; vielmehr kann er darauf verzichten, eines der Angebote zu akzeptieren, wenn keines seinen Qualitätsansprüchen genügt.
„Wir würden es sehr begrüßen“, so Thomas Schlüter und Sebastian Koch abschließend, „wenn die Standesvertreter des Handwerks bereit wären, in einen konstruktiven Dialog mit uns einzutreten – mit dem Ziel einer Zusammenarbeit, die weitere Verbesserungen für alle Beteiligten zum Ziel hat.“ Eine solche Kooperation könne dazu führen, dass die unbestreitbaren Vorteile der Online-Dienstleistungsplattformen – der Auftraggeber erhält Leistung zum günstigen Preis, der Auftragnehmer findet neue Kunden – künftig an noch strengere Qualitätsmaßstäbe geknüpft werden: So können sich die beiden Geschäftsführer der Auftragsbörse beispielsweise vorstellen, dass bei bestimmten Aufträgen die interessierten Dienstleister in Zukunft einen Meisterbrief verpflichtend nachweisen müssen.
Die Auftragsbörse (www.die-auftragsboerse.de) ist eine Internetplattform, auf der Dienstleistungen aller Art vermittelt werden. Auftragnehmer und Auftraggeber finden zueinander, indem die einen Gebote auf die von den anderen eingestellten Aufträge abgeben. Im Wege Umgekehrter Auktionen können dadurch – Vorteil für die Auftraggeber – die günstigsten Preise für die Ausführung der Dienstleistungen erzielt werden; der Vorteil für die Auftragnehmer liegt in der Gewinnung neuer Kunden. Größtmögliche Transparenz und Fairness für beide Seiten stehen im Mittelpunkt. Neben dem Handwerk zählen beispielsweise auch IT- und Marketing-Services zu den an der Auftragsbörse gelisteten Diensten. Als einziger Online-Marktplatz für Dienstleistungen fokussiert sich Die Auftragsbörse auf einen regionalen Schwerpunkt: das Rhein-Main-Gebiet. Die Auftragsbörse wird von der ilexius GmbH (Wiesbaden) betrieben, die Anfang 2005 von Sebastian Koch (angehender Wirtschaftsinformatiker) und Thomas Schlüter (Betriebswirt in spe) gegründet wurde.








