(openPR) Montagmorgen vor der Grundschule Egg a. d. Günz: Trotz Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt stehen die Klassen 1a und 2a vergnügt und freudig aufgeregt auf dem Schulhof. Die 38 Mädchen und Buben hören Polizeihauptmeister Andreas Strehl gebannt zu. Er führt gemeinsam mit seinem Kollegen, Polizeihauptkommissar Manfred Guggenmos das praktische Schulbustraining durch, bei dem ein Niederflurbus des VVM-Verkehrsunternehmens brandner unterallgäu auf dem Schulhof parkt. Von den Kindern möchte er wissen, was ein „toter Winkel“ ist. Ein Drittel der Kinder meldet sich – sie haben in den letzten Tagen in der Theorie bereits über das Thema gesprochen. „Dort kann uns der Busfahrer nicht sehen“, meint der 7-jährige Nick – und hat damit vollkommen recht. Was nun kommt, ist praktische Anschauung, die die beiden Beamten der Polizeiinspektion Memmingen kindgerecht im und am Bus für die Schüler bieten. Nick darf sich auf den Fahrersitz des Busses setzen und prüfen, ob er seine Klassenkameraden draußen im Rückspiegel sieht. Nein – beide Klassen sind wie durch Zauberei im „toten Winkel“ verschwunden. Er sieht sie nicht, sie sehen ihn nicht – Lektion gelernt.
Seit einigen Jahren bietet der Verkehrsverbund Mittelschwaben (VVM) und der Landkreis Unterallgäu in Zusammenarbeit mit den VVM-Verkehrsunternehmen und der Polizei Schulen, Lehrern und Eltern die Möglichkeit, einen wertvollen Beitrag zur allgemeinen Schulwegsicherheit zu leisten. Gerhard Sommer, ÖPNV-Beauftragter des Landkreises Unterallgäu: „Viele Grundschüler sind auf ihrem Schulweg zum ersten Mal allein auf sich gestellt. Da ist es wichtig, den Kindern Sicherheit im Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu geben“. Elf Grundschulen mit der 1. bis hin zur 4. Jahrgangsstufe nutzen jetzt im Oktober/November die Möglichkeit, den ABC-Schützen Gefahrensituationen spielerisch und anschaulich zu erklären. Ein lautes „Ooohhh“ aus 30 Kehlen schallt über den Schulhof, als gleich zu Beginn der praktischen Anschauung Horst vom Bus angefahren wird. Und Horst hat es schwer: Er ist ein Dummy im grünen Overall, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn’s gefährlich wird. Er muss nicht nur den Rempler mit der Stoßstange aushalten, er „spielt“ auch den Fahrgast, der locker auf seinem Platz lümmelt und sich nicht festhält. Und prompt wird er bei der Gefahrenbremsung, bei der alle Kinder sicher auf ihren Plätzen sitzen, in den Gang geschleudert – natürlich unter schallendem Lachen der Kinder. „Nochmal, nochmal“, wird Busfahrer Kurt Harzenetter aufgefordert nochmals anzufahren und voll zu bremsen. Ein Wunsch, dem er und das Polizistenteam zur Freude der Kinder gerne nachkommen.
„Wir sind froh, dass die Schulen unser Angebot so intensiv nutzen“, sagt VVM-Geschäftsstellenleiter Martin Kreutner, dessen Team zu Beginn des Schuljahres an alle Grundschulen im Landkreis Anforderungscoupons für die von der Augsburger Werbeagentur Contrast Marketing kindgerecht aufbereiteten Broschüren „Sicher zur Schule, sicher nach Haus“ (für Erstklässler) und den Cartoon „Rollo, pass’ auf!“ (Zweit- und Drittklässler) zusammen mit einem spezielle entwickelten „Prüfungsbogen für Busmitfahrer“ und dem „Busfahr-Führerschein“ verschickt. „15 Grundschulen des Landkreises Unterallgäu haben sich bisher an der VVM-Aktion beteiligt und Material angefordert“, so Kreutner. Interessenten wenden sich an den Verkehrsverbund Mittelschwaben (VVM), Telefon 08282/81830,










