(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Verunsicherung der Spekulanten hat sich im Tagesverlauf teilweise auch auf die Rohölnotierungen gelegt, sodass die Werte für Nordseeöl (Brent) und US-Leichtöl (WTI) ihre Gewinne abgaben und deutlich unter die Tagesausgangswerte absackten. Bei Redaktionsschluss kostete Nordseeöl (Brent) 113 Dollar; US-Leichtöl (WTI) 95 Dollar.
Dabei verlor der Euro gegenüber dem Dollar deutlich an Boden – die Furcht vor einer Verschlimmerung der europäischen Schuldenkrise in Europa wächst, weil sowohl in Italien als auch in Griechenland praktisch ein Machtvakuum herrscht. Während die Griechen weiter um den künftigen Regierungschef ringen, hat auf der Apenninenhalbinsel zwar Silvio Berlusconi seinen Rücktritt angekündigt – aber erst nach Umsetzung des Sparprogrammes. Investoren ist die Lage in Südeuropa zu unsicher, sodass sie zu Gewinnmitnahmen tendieren. „Es ist davon auszugehen, dass die hohe Verunsicherung der Investoren auch künftig das bestimmenden Instrument an den Märkten sein wird, sollten die verabschiedeten Maßnahmen zur Eindämmung der Schuldenkrise in der EU nicht bald deutliche Erfolge zeigen“, beschreibt der Branchendienst Oil Market Report die Lage.
Öl wird dadurch zwar zunächst billiger, doch es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Spekulanten wieder zur lustigen Hatz blasen. So warnte Marktbeobachter Dr. Klaus Bergmann vor den mittel- und langfristigen Folgen dieses Tuns, dem von der Politik kaum Einhalt geboten wird: „Die Finanzindustrie macht aus der Knappheit des Öls ein Geschäft. Die Realwirtschaft wird mit dieser Knappheit einbrechen“.
Laut Erhebung von Brennstoffspiegel und mineralölrundschau bewegte sich der hiesige Heizölpreis derweil kaum. Die Preisbewegungen an den Rohstoff- und Devisenmärkten hielten sich in etwa die Waage, sodass die Bezugskosten sich um 7 Cent auf 89,68 Euro/100 Liter (Gesamt: 3.000 Liter Heizöl EL) verringerten. Dennoch bleibt das Jahreshoch in Augenweite.
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