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Lokalredaktion der Sächsischen Zeitung lehnt Buchbesprechung ab

08.11.201112:28 UhrKunst & Kultur
Bild: Lokalredaktion der Sächsischen Zeitung lehnt Buchbesprechung ab
Altes Begehren: Lebensgeschichten über kurz oder lang von Wolfgang Melzer (ISBN: 978-3-940368-01-0)
Altes Begehren: Lebensgeschichten über kurz oder lang von Wolfgang Melzer (ISBN: 978-3-940368-01-0)

(openPR) Aus Angst vor „bösen“ Leserbriefen lehnte die Redaktion Lausitz der Sächsischen Zeitung eine Besprechung des Buches „Altes Begehren. Lebensgeschichten über kurz oder lang“ von dem Autor Wolfgang Melzer in einer ihrer Lokalausgaben ab.
Als Grund für die Ablehnung wurde die Thematisierung von Pädophilie in einer der Geschichten genannt.
Tatsächlich entpuppt sich der Hauptcharakter in Wolfgang Melzers „Bekenntnisse eines Kleinwüchsigen“ als lüsterner Zwerg mit abartigen sexuellen Vorlieben, der am Ende auch vor sexuellem Mißbrauch eines Kindes nicht zurückschreckt. Noch bevor er verurteilt werden kann, beschließt er zu sterben.
Dies ist eine von vierzehn Geschichten des Buches und sie spiegelt nur einen der vielen unterschiedlichen und vielseitigen Charaktere wider.
Am 3. August 2011 wurde in der Lokalausgabe Kamenz der Sächsischen Zeitung bereits ein umfassender Artikel zum Autor des Buches und seinem Kurzgeschichtenband veröffentlicht.
Warum also lehnt die SZ Redaktion Lausitz eine Buchbesprechung des Werkes ab? Ist es die Angst vor der Auseinandersetzung mit der Leserschaft? Ist es die bekannte „Schere im Kopf“, die dafür sorgt, dass bestimmte unangenehme Themen besser im Verborgenen bleiben?
Die Auseinandersetzung mit Themen wie Pädophilie sollte kein Tabuthema in der öffentlichen Diskussion darstellen. Wer, wenn nicht die Literatur, sollte Charaktere und Probleme der Gesellschaft beschreiben und diskutieren? Sollte die Presse dieses Engagement nicht als Meinungsmultiplikator unterstützen?

Weitere Infos unter: www.Altes-Begehren.FPW-Verlag.de

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