(openPR) Prüfmaschine testet Belastung auf Rohre mit einem Durchmesser von bis zu 4 Metern
- Kooperation: Hegewald & Peschke Meß- und Prüftechnik GmbH
entwickelt Prüfmaschine für den Kunstoffrohrhersteller Bauku GmbH
- Sonderanfertigung: Die Anlage führt Scheiteldruckversuche an Kunststoffrohren mit besonders großen Abmessungen durch
- Betriebsaufnahme: Nach erfolgreichem Testbetrieb wurde die Prüfma-schine in Dubai installiert
Nossen/ Wiehl, 27. Oktober 2011 – Der Testbetrieb einer Spezialprüfma-schine der Hegewald und Peschke Meß- und Prüftechnik GmbH ist erfolgreich abgeschlossen. Die neu entwickelte Prüfmaschine hat die Bauku Troisdorfer Bau- und Kunststoff GmbH, einer der führenden Kunstoffrohrhersteller Deutschlands, in Auftrag gegeben und aus-giebig getestet. Hierbei werden Rohre besonders großer Nennweite mittels Scheiteldruckversuchen und einer Kraft von bis zu 50kN belastet. Nach erfolgreicher Testphase wurde die Anlage bei einem Kunden der Bauku GmbH in Dubai installiert. Dort werden nun bspw. Prüfungen von Kühlwasserrohren für Großkraftwerke mit einem Durchmesser von bis zu 4 Metern realisiert.
Sonderanfertigung zur Prüfung sensibler Infrastrukturen
Rohre mit besonderen Abmessungen sind häufig Teil eines sensiblen Netz-werkes im Tiefbau oder bei Energieversorgern bzw. in Kraftwerken. Häufig transportieren diese nicht nur relativ harmlose und umweltverträgliche Flüssig-keiten, sondern auch Chemikalien, verunreinigtes Kühl- oder Heizwasser, Rohöl und Ähnliches. Um Lecks und damit Verunreinigungen des Bodens und Grundwassers zu vermeiden, müssen Kunststoffrohre hohen Materialanforde-rungen gerecht werden.
Die sächsische Hegewald und Peschke GmbH, seit mehr als 20 Jahren Spezi-alist für die Entwicklung und Fertigung anspruchsvoller Meß- und Prüftechnik, hat nun eine Prüfanlage entwickelt, die den besonderen Ansprüchen der Bauku GmbH gerecht wird:
„Die größte Herausforderung war die Dimension der Prüfobjekte“, erklärt Vol-ker Peschke, Geschäftsführer der Hegewald und Peschke Meß- und Prüf-technik GmbH.
Bis zu vier Meter hohe Kunststoffrohre fertigt die Troisdorfer Bau und Kunst-stoff GmbH und zählt damit zu den führenden Herstellern in Deutschland. Die Rohre mit besonders großen Nennweiten werden weltweit in verschieden Bereichen wie der Abwasser-, Industrie- und Deponietechnik eingesetzt. Um den hohen Qualitätsanforderungen in diesen sensiblen Infrastrukturen entsprechen zu können, setzt der Kunststoffrohrhersteller jetzt auf eine Spezialanfertigung der Hegewald & Peschke GmbH. Diese Maschine arbeitet mit Scheiteldruckversuchen und simuliert so realitätsnahe Belastungen, wie sie bspw. durch das Eigengewicht, den Druck des umgebenden Erdreiches ober aber bei Überfahrten von LKWs entstehen.
Scheiteldruckversuch für überdimensionierte Rohrsysteme
Im Verlauf des Scheiteldruckversuchs wird der Prüfling zunächst in den 5 Me-ter hohen Rahmen der Anlage eingespannt. Dieser zeichnet sich durch den besonders großen Prüfhub von 4200 mm aus. Danach wird eine flache Druck-platte aufgesetzt und der Druck mittels der softwaregestützten Ansteuerung auf realitätsnahe Belastungen von bis zu 50kN erhöht. Das Prüfobjekt wird dabei, je nach Prüfvorschrift, auf bis zu 70% der Ausgangshöhe flach gedrückt. Die Verformung wird dabei direkt und ohne zusätzliche Messgeräte über die Aufzeichnung des Traversenweges erfasst. Bei besonders nachgiebigen Außenstrukturen oder Einknicken des Rohres messen Extensometer die Veränderung der lichten Innenhöhe und ermitteln so den Verformungsgrad.
Mit Hilfe der zugehörigen Software Labmaster, einer hauseigene Entwicklung der Hegewald und Peschke GmbH, erfolgt der Abgleich der gewonnenen Da-ten mit den entsprechenden Prüfvorschriften. Hierbei werden Materialverfor-mungen, wie Risse oder Delaminationen (Trennung von Schichten) auch dann sichtbar, wenn sie mit bloßem Auge nicht erkennbar sind.
Die Bauku GmbH zeigte sich mit den Ergebnissen des Testbetriebes sehr zufrieden und setzt die Prüfanlage jetzt bei einem Kunden in Dubai ein.










