(openPR) Dieses Nie-glücklich-sein. Auch nie wirklich unglücklich. Euphorie? Gibt's wohl nur um den Preis einer kleinen Depression. Glück, sagte Adorno, entfaltet sich erst am aufgehobenen Leid. Wenn wir nie unglücklich sind, keine Schmerzen haben, an nichts leiden, können wir Glück auch nicht empfinden.
„Ein bisschen Wahnsinn tut immer gut“, findet Helena Waldmann. In „GlückStück“ lässt die Berliner Tanzregisseurin ihre vier Protagonisten (u.a. die „Tänzerin des Jahres 2011“ der Zeitschrift „tanz“, Brit Rodemund) an den Verhältnissen reißen, die sonst das Leben im Mittelbereich stets bloß einbetonieren. Es reicht ihnen nicht, das irgendwie Erlangte einfach immer nur weiter auszuhalten.
Helena Waldmanns Inszenierung – auf kleinstem Raum, mit furioser Energie – zeigt die ganze Bandbreite zwischen Absturz und Höhenflug, sie arbeitet gegen das Unglück der Angst: Angst vor dem Überschreiten des angeblich Maßvollen, dem Zerschreddern einer behaupteten Normalität, dem Abwerfen verordneten Ruhigseins. Ihr Glück ist das der Rebellion und das der Würde, über sich selbst zu bestimmen.
Tanz André Soares, Brit Rodemund, Moo Kim, Tobias M. Draeger Konzept und Tanzregie Helena Waldmann Dramaturgie und Stückentwicklung Dunja Funke Licht Herbert Cybulska Bühne Jochen Sauer Kostüm Mari Krautschick Choreografische Mitarbeit Bernardo Colomar Hospitanz Stefanie Schwimmbeck Kommunikation k3 berlin Produktionsleitung www.ecotopiadance.com
GlückStück“ ist eine Produktion von Helena Waldmann und ecotopia dance productions in Koproduktion mit Belgrade Dance Festival (Serbia), Burghof Lörrach (D), Festival Bregenzer Frühling (A), ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival (A,) Steps Tanzfestival Migros-Kulturprozent (CH), Tafelhalle im KunstKulturQuartier Nürnberg (D,) Tanzhaus NRW Düsseldorf (D) gefördert durch Hauptstadtkulturfonds










