(openPR) Augsburg, 07.10.2011: Wie kommt ein traditionsreiches Spitzenunternehmen an innovative Lösungen? Es kooperiert! Auch eines der führenden Weltmarktunternehmen, die Renk AG, nutzt die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Experten aus der Region Augsburg. Wie dieser Prozess abläuft und welche Art von Kooperationsprojekten zwischen der Renk AG und Partnern des Netzwerks der Hochschul-TransferEinrichtungen Augsburg (TEA) stattfanden, konnten die etwa 35 Gäste am Freitag den 07.10.2011 bei einer Vor-Ort-Veranstaltung des TEA-Netzwerks erfahren.
Wenn es auf spezielle Lösungen in der Antriebstechnik geht – vom Kettenfahrzeug über die Mega-Yacht bis zur Offshore-Windenergieanlage ist RENK die erste Adresse. „Wir machen hier keine Massenprodukte, z.B. für die Automobilindustrie, wir haben das Know-how für die komplexen Spezialprodukte“, so Ulrich Sauter, Vorstandsmitglied der Renk AG. Die Spezialtechnologie aus Augsburg ist international gefragt: Nach den Anschlägen vom 11. September kam man schließlich auch mit den USA ins Geschäft, die mit Getrieben der Renk AG in ihren neuen Fregatten einen neuen Küstenschutz aufbauten. Nichts desto trotz, „am Standort Augsburg beginnt ein Renk Produkt zu leben.“, so Ulrich Sauter.
Doch um die Entwicklung in Augsburg starten zu können, braucht es unter anderem Wissens- und Technologietransfer. Diesen ermöglicht das Netzwerk der Hochschul-TransferEinrichtungen Augsburg. Herr Peter Boegler, Vertriebsleiter des TEA-Netzwerks, stellte den teilnehmenden Unternehmern und Vertretern aus Politik und Wirtschaft die Kompetenzen des Netzwerks und die Vorteile der Zusammenarbeit mit selbigem vor. Ziel von TEA ist die Vernetzung der Hochschul-Transferstellen und die Förderung der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft um den Hochschulstandort Augsburg. Im Fokus stehen dabei kleine- und mittelständische Unternehmen, aber auch Großunternehmern wie Renk nutzen die Vorteiler von Hochschulkooperationen.
Die Spitzentechnologie der Renk AG wird komplett in Augsburg entwickelt. Dabei greift der Weltmarktführer Renk auch auf das Know-how der regionalen Universitäten und Forschungseinrichtungen zurück. Im Kooperationsprojekt „Elektromechanische Kupplungsbetätigung“ arbeitete Renk zusammen mit der Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebebau (FZG). Wie genau verhalten sich Zahnräder unter den besonderen axialen Belastungen im Offshore-Betrieb? Dies berechnen für Renk Experten der Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebebau Augsburg. Gemeinsam entwickelten sie ein neues elektromechanisches Getriebekonzept für das 15 MW Multiflow Getriebe für Windräder. „Statt der Hydraulik soll die Mechanik greifen“ erläuterte Dr. Burkhard Pinnekamp, Leiter Zentrale Getriebetechnik bei der Renk AG, den Gästen. Heute findet man dieses Getriebe mit dem weltweit größten Drehmoment in Windrädern von Windkraftanlagen. „So etwas kann man allein nicht schaffen, das geht nur bilateral“ schloss Herr Dr. Burkhard Pinnekamp seine Präsentation.
Auch bei der Optimierung der Produktion lässt sich Renk beraten: Aus bis zu 2.000 Einzelteilen bestehen die hochkomplexen Getriebe – die Produktionskosten für den Herstellungsprozess sollten um 20 % sinken. Für das iwb Anwenderzentrum Augsburg kein Problem. Die Projektleiterin Frau Dipl.-Ing. Imke Nora Kellner, vom Produktionstechnischen Anwenderzentrum des Instituts für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) in Augsburg präsentierte zusammen mit den Projektpartnern aus dem Hause Renk das gemeinsame Projekt zur Neuplanung einer Fertigungslinie sowie zur Optimierung der CAD-CAM Kopplung. Im Fokus stand unter anderem die deutliche Reduzierung der Durchlaufzeit. Für Renk wurde eine neue optimierte Produktionslinie geplant. Die vorgeschlagene Lösung wird nun 2012 realisiert werden. Besonderen Wert legte die Renk AG auf die Einbindung von Studenten, was durch die Nähe des iwb Anwenderzentrums zu den Augsburger Hochschulen ermöglicht werden konnte. Frau Kellner betonte, dass die effizienten Ergebnisse und die geplante Realisierung im kommenden Jahr sowie der gegenseitige Austausch zwischen jungen Nachwuchskräften und erfahrenen Mitarbeitern den Erfolg einer solchen Zusammenarbeit unterstreichen.“
Im Anschluss an die hochinteressanten Präsentationen zu Anwenderzentren und Kooperationsprojekten nahmen die Teilnehmer in drei Gruppen an einer exklusiven Werksführung durch die produktionshallen der Renk AG teil. Das abschließende Get Together ließ Raum für regen Austausch über Gehörtes und Gesehenes, sowie für erste Gespräche über Kooperationen mit Hochschulen und Anwenderzentren im Wirtschaftsraum Augsburg.
















