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Warum ein Norddeutscher zum besten Weinküfer wird

14.10.201118:02 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes
Bild: Warum ein Norddeutscher zum besten Weinküfer wird
Weinküfer Mathias Korrman bei der Abfüllung von Weißwein (Bild: Weingärtner Dürrenzimmern-Stockheim eG)
Weinküfer Mathias Korrman bei der Abfüllung von Weißwein (Bild: Weingärtner Dürrenzimmern-Stockheim eG)

(openPR) Brackenheim-Dürrenzimmern, Oktober 2010
Aus dem hohen Norden Deutschlands kommt Mathias Korrmann (23), der als Bester der Handwerkskammer Heilbronn-Franken im Berufsbild Weinküfer im Herbst 2011 abschloss. Auslöser für die Berufsentscheidung des jungen Mannes war ein im Keller seiner Großmutter gefundener Weinballon aus Glas.



Äußerst ungewöhnlich in dem Handwerksberuf Weinküfer ist ein norddeutscher Auszubildender, besonders da Mathias Korrmann nicht nur aus dem südlich von Hannover gelegenen Hildesheim stammt, sondern seine Familie mit Wein und Weinbau überhaupt nichts zu tun hat. Als Bester seines Ausbildungsjahrgangs schloss er im Herbst 2011 ab. Auf den Ausbildungsbetrieb Weingärtner Dürrenzimmern-Stockheim eG in der württembergischen Anbauregion Zabergäu fiel die Wahl von Mathias Korrmann vor rund drei Jahren, da es in dem Betrieb besonders viele unterschiedliche Rebsorten gibt.

Wie der Weinballon in den Keller seiner Großmutter kam, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Fakt ist, dass er dort von Mathias Korrmann, zwischen vielen anderen in die Jahre gekommenen Dingen, entdeckt wurde. Als 17-Jähriger überlegte der „Forscher“, was er mit dem Glasballon alles anstellen könnte. Schließlich spürte er ein Fachbuch zum Thema Obstwein auf. Im elterlichen Garten gab es genügend Obst, um aus Johannisbeeren, Äpfeln und Brombeeren mit dem Weinballon zu experimentieren und in der Literatur fand er die entsprechenden Rezepte. Forschertrieb, Faszination und gut schmeckende Obstweine führten dazu, dass Mathias Korrmann sich zusätzlich neue Weinballons kaufte. Bis zu Beginn seiner Ausbildung vor rund drei Jahren waren es insgesamt sechs Glasballons, in denen er regelmäßig Wein aus Früchten erzeugte. Getrunken wurden seine Obstweine im Freundes- und Familienkreis nach anfänglichem Zögern mit Begeisterung. Selbst vor ungewöhnlichen Erzeugnissen wie Ananas- und Orangenwein schreckte Mathias Korrmann nach seiner erfolgreichen Startphase nicht zurück.
Mit Erreichen seines Abiturs bewarb sich der junge Mann gezielt für eine Ausbildung zum Weinküfer. „Winzer wollte ich nicht werden, denn das Rumstapfen in den Weinbergen bei Regen ist nicht so mein Ding. Und den Ausbau im Keller finde ich sowieso viel interessanter als den Anbau von Pflanzen bzw. Reben“, berichtet Mathias Korrmann über seinen Ausbildungsweg, den er fachfremd aber zielbewusst und wissbegierig einschlug. Ein Studium war ihm zu diesem Zeitpunkt noch zu theoretisch, er wollte erst einmal die Praxis kennenlernen.

Als Norddeutscher sich für eine Ausbildung im Schwabenland zu bewerben, fiel ihm nicht ganz leicht, doch der Reiz und das Interesse am Beruf und an der praktischen Erfahrung waren so groß, dass er diesen Schritt wagte. „Wir waren äußerst überrascht und zugleich skeptisch, als wir die Bewerbung von Matthias Korrmann aus Norddeutschland erhielten. Andererseits lag auch ein gewisses Gefallen in der Möglichkeit, einem weinbaufremden jungen Menschen eine Chance zu geben“, berichtet Mathias Göhring, Geschäftsführer der Weingärtner Dürrenzimmern-Stockheim eG in Brackenheim-Dürrenzimmern. Im Haus wurde beratschlagt und schließlich eröffnete der Ausbildungsleiter das Angebot, eine Probearbeitswoche vor Vertragsabschluss zu absolvieren. Mathias Korrmann willigte ein und fühlte sich bei den emsigen Schwaben gleich rundum wohl und freundlich aufgenommen, auch wenn es anfänglich ein paar sprachliche Hindernisse bei der Verständigung gab. Die Vielzahl der Rebsorten beim Weinausbau im Keller fand der Auszubildende so spannend, dass er ein anderes Angebot aus Rheinhessen zu Gunsten des Betriebes in Dürrenzimmern ausschlug. Florian Seber, 2. Kellermeister bei der Weingärtner Dürrenzimmern-Stockheim eG und verantwortlich für den innerbetrieblichen Werdegang von Mathias Korrmann, war äußerst überrascht, wie schnell der fachfremde junge Mann lernte und dabei das gute Betriebsklima mit lustigen Sprüchen aufheiterte.

Viel Spaß hat Mathias Korrmann die Ausbildung zum Weinküfer in der württembergischen Weingärtnergenossenschaft tatsächlich gemacht – so viel Spaß, dass er nicht einmal mehr Heimweh in den Norden hatte. „Die Gegend hier ist wunderschön und die Leute sind sehr nett. Meine Mutter kommt zwar von der Alb, aber ich hatte vor meiner Ausbildung keinerlei Verbindung zum Schwabenland“, erzählt der Weinküfer in bestem Hochdeutsch. Auf die Frage, ob er etwas vermisst habe während seiner Ausbildung, antwortet er lachend: „Die Ausbildung bei der Weingärtnergenossenschaft Dürrenzimmern-Stockheim war sehr umfangreich und ich war überrascht, wie viel Spaß sie mir so weit weg von der Heimat gemacht hat. Wir haben im Keller viel gescherzt und gelacht. Im Sommer wäre mein einziger Wunsch ein bissel Sonne im Keller zu haben, aber dass das nicht geht, war mir ja bereits klar, als ich die Ausbildung anfing.“ Kein Wunder, dass er sich um so mehr in die Arbeit vertiefte und die Ausbildung zum Weinküfer mit Bravour bestand.

Nach all der erfolgreichen Praxis zieht es Mathias Korrmann nun doch zur Theorie. Seit Ende September 2011 studiert er in Geisenheim an der Fachhochschule Getränketechnologie. Hier geht es nicht nur um Wein, sondern auch um Bier, Säfte, Wasser und andere Getränke. Die Theorie zu Kellerarbeit und Abfüllung steht dabei stets im Vordergrund, was dazu führt, dass er bereits nach einigen Wochen das praktische Arbeiten vermisst. Er empfindet das Studium gegenüber der Arbeit beinahe als „Lotterleben“, weshalb er seine Semester bereits nach wenigen Tagen so geplant hat, dass er Praxisphasen einbauen kann. Schließlich gibt es außer Württemberg ja auch noch andere Gegenden, die er (nicht nur) kellertechnisch erkunden will. Südafrika steht ganz oben auf seiner Liste, zwecks des Weinbaus natürlich, aber auch wegen der Natur und des Haitauchens, das er so gerne machen möchte.

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