(openPR) Die bundesweite Selbsthilfeorganisation für erbliche Netzhauterkrankungen PRO RETINA veranstaltete am 30. September im Berliner Estrel Hotel ein großen Patientensymposium für ihre Mitglieder. Namhafte Augenärzte und Wissenschaftler konnten hier für Vorträge gewonnen werden. Diese Veranstaltung fand im Rahmen eines großen medizinischen Kongresses für Augenheilkunde statt.
Die Moderation des Symposiums hatte Frau Ute Palm von der Hauptgeschäftsstelle der Pro Retina Deutschland e.V. inne. Als erster Referent berichtete Franz Badura über die Erfolgsgeschichte der Forschungsförderinstrumente der Pro Retina. Das wichtigste Förderinstrument sei hier die „Stiftung zur Verhütung von Blindheit“, welche die Forschung gezielt unterstützt. Hier seien Spenden sehr wichtig, welche als Spenden für das Stiftungskapital, oder für Projekte geben werden können. Spenden seien sehr wichtig.
In einem weiteren Vortrag ging es um die Ursachen und die Prävention der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) durch Frau Prof. Dr. Nicole Eter. Sie berichtete über die Ursachen dieser Volkskrankheit, die Vorbeugemaßnahmen und den Stand der Forschungen zu Heilung. Da sei die Forschung schon sehr weit und es gebe auch wirksame Therapien. In einem weiterem Vortrag berichtete Professor Dr. med. Frank Holz (Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn) über die therapeutischen Möglichkeiten von seltenen Netzhautdegenerationen und der AMD. Hier ging es um die momentanen realistischen Möglichkeiten und die Zukunftsvisionen. Hier gebe es bereits gute Ansätze und Fortschritte durch Augen-Chips und Gen-Therapien. Wobei es ca.150 verschiedene Netzhauterkrankungen gebe und die Therapiemöglichkeiten und der Forschungsfortschritt je nach Krankheit unterschiedlich sei. Chorioideremie gehöre z. B. zu den Augenkrankheiten, wo es noch keine Therapie gibt.
Es folgte ein Vortrag über neue Therapie-Strategien, Grundlagenforschungen und klinische Studien bei seltene Netzhauterkrankungen durch Prof. Dr. Olaf Strauß. Hier wurde ein Überblick über den Stand der Therapiemöglichkeiten geben. So gibt es bereits helfende Spitzen für die AMD. Oder Augen-Chips, die an eine Brille gekoppelt werden. So ähnlich wie die Visorbrille, die Star-Trek-Fans aus „Next Generaton“ von Commander La Forge bekannt ist. Was vor ca. 20 Jahren als Science-Fiction-Stoff niedergeschrieben wurde, kann in einigen Jahren Realität sein. Im letzten Vortrag ging es um den Immunmechnismus bei Netzhautdegenerationen. Diese Forschung konnte neue Aspekte für die gesamte Netzhautforschung hervor bringen. Es konnten Erkenntnisse gewonnen werden, die für die Suche nach Therapien genutzt werden können, so Professor Dr. Thomas Langmann vom Institut für Humangenetik der Universität Regensburg.
Nach etwas über zwei Stunden war das Symposium vorbei. Die Besucher konnten sich hier informieren und auch Fragen stellen. Es wurde aufgezeigt, dass die Forschung zur Heilung intensiv betrieben wird und es auch schon viele brauchbare Erfolge gibt, aber wegen der Vielzahl (150 Netzhaut-Erkrankungsarten) der unterschiedlichen Erkrankungen (Gendefekte), es auf absehbare Zeit keine wirksame Therapien zur Heilung geben wird. Allerdings sind die existierenden Therapien für einige Erkrankungen und die Forschungsergebnisse sehr positiv und ermunternd.
Infos über die Pro Retina und die Spendenmöglichkeit gibt es im Nezt unter www.pro-retina.de







