(openPR) 04.10.2011
Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) wird ihre Aktivitäten im Bereich der Unfallmedizinischen Forschung zukünftig noch weiter verstärken. Einen Ausblick auf die Planungen für die kommenden Jahre gibt der neue Ärztliche Direktor Universitätsprofessor Dr. Ulrich Stöckle am 11. Oktober beim 1. Forschungskolloquium der BG Klinik. Zu der Veranstaltung sind Vertreter der Eberhard Karls Universität Tübingen, regionale Forschungsinstitute, Mitarbeiter der BG Klinik sowie alle Interessierten eingeladen.
”Die Unfallmedizinische Forschung hat an der BG Klinik schon immer eine wichtige Rolle eingenommen”, betont Professor Ulrich Stöckle, der den Lehrstuhl für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Eberhard Karls Universität Tübingen innehat. „Neben klinischen Studien zur Überprüfung und Optimierung von Behandlungsverfahren werden wir zukünftig einen neuen Schwerpunkt im Bereich der Grundlagenforschung und experimentellen Forschung legen.“ Hierzu baut die BG Klinik derzeit einen eigenen Forschungslaborbereich, der voraussichtlich zum Jahreswechsel fertig gestellt wird. Stöckle: „Wir werden uns intensiv mit Erkrankungen des Knochenstoffwechsels beschäftigen. Ein wichtiges Gebiet wird auch die Stammzellforschung sein. Hier ist zum Beispiel eine wichtige Frage, wie aus Stammzellen Knochengewebe gewonnen werden kann.“
Unfallmedizinische Forschung
Sämtliche unfallchirurgischen Forschungsaktivitäten der BG Klinik werden zukünftig in einer neugeschaffenen Abteilung für unfallmedizinische Forschung gebündelt und koordiniert. Leiter der Abteilung wird Professor Dr. Andreas Nüssler. „Wir wollen hierdurch Synergieeffekte im Bereich der Forschung realisieren sowie für mehr Transparenz innerhalb und außerhalb der Klinik sorgen“, erklärt Stöckle. „Leider ist außerhalb der BG Klinik nicht ausreichend bekannt, dass wir außer in der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie auch in den Bereichen der Hand-, Plastischen und Verbrennungschirurgie sowie der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie seit vielen Jahren Forschung betreiben.“ Die Direktoren dieser Bereiche, Universitätsprofessor Hans-Eberhard Schaller und Universitätsprofessor Siegmar Reinert, sind ebenfalls Ordinarien der Universität Tübingen.
Patienten profitieren
„Von unseren Forschungsergebnissen werden unsere Patienten natürlich mittel- und langfristig profitieren“, betont Stöckle. „Die gewonnen Erkenntnisse werden zum Beispiel zur Entwicklung von Implantaten beitragen, die die Knochenheilung verbessern. Außerdem hoffen wir, die Rate der Knochenheilungsstörungen senken zu können, wenn wir die biologische Seite der Knochenheilung besser verstehen und dadurch positiv beeinflussen können.“
Forschungskolloquium
Auf dem 1. Forschungskolloquium der BG Klinik, das am 11.10. von 17.00 bis 19.00 Uhr im Hörsaal der BG Klinik stattfindet, werden Professor Stöckle sowie Vertreter aller anderen forschenden Bereiche der BG Klinik, einen Einblick in ihre wissenschaftlichen Projekte geben. „Diese Veranstaltung ist die erste ihrer Art in der BG Klinik“, sagt Stöckle. „Wir beabsichtigen aber, hieraus eine jährlich wiederkehrende öffentliche Präsentation unserer wissenschaftlichen Aktivitäten und Planungen zu machen.“
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