(openPR) Freudige Gesichter in der Husumer Klinik. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Stern findet sich ein Bericht über die Messung medizinischer Qualität in Deutschland, der dem Klinikum Nordfriesland mit seiner Husumer Klinik bei Gallenoperationen das zweitbeste Ergebnis in Schleswig-Holstein bestätigt.
Eingriffe an der Gallenblase zählen zu den häufigsten Operationen in der Bauchchirurgie. Eine Auswertung der Heilungsverläufe und Operationsverfahren aus den verschiedenen Krankenhäusern speziell bei diesem Eingriff bietet somit eine ideale statistische Datenbasis.
Mathematiker vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (Wido) ermittelten aus einem Versichertenpool von 24 Mio. AOK-Versicherten nicht nur die während einer Gallenblasen-OP in den Jahren 2007 bis 2009 aufgetretenen Komplikationen, Blutungen und sonstigen Risiken. Erstmals bezogen sie darüber hinaus auch Spätfolgen in die Analyse ein, die sich erst nach stationärer Entlassung ergeben haben. Ermöglicht wurde die Zusammenlegung der relevanten Patientendaten durch ein aufwändiges Statistik-Verfahren.
Ein Projekt dieses Ausmaßes ist bundesweit bisher einmalig. Zwar gibt es seit 2005 Qualitätsberichte der Kliniken, die regelmäßig offen zu legen sind. Operationsbedingte Komplikationen, die einer Nachbehandlung bedürfen, geben dagegen diese Berichte kaum wieder, denn diese treten meist nach Klinikentlassung auf. Erst durch Zusammenfügen nachstationärer Daten lassen sich eine Aussage über die tatsächliche Behandlungsqualität machen und Rückschlüsse auf die einzelnen Kliniken ziehen. Sämtliche Gallen-Eingriffe und die unterschiedlichen Komplikationsverläufe wurden pro Haus ermittelt. So ergeben sich Rangfolgen für die Kliniken: je weniger Komplikationen vor, während und nach der OP festgestellt werden, desto hochwertiger die Behandlungsqualität.
Gegliedert nach Bundesländern kann sich die Klinik Husum im Klinikum Nordfriesland mehr als sehen lassen: Direkt nach dem Städtischen Krankenhaus in Kiel führt sie im Ranking und toppt damit alle übrigen Häuser unseres Bundeslandes. Der Geschäftsführer des Klinikums, Frank Pietrowski, sieht die Gründe für das gute Abschneiden vor allem in dem sehr gut eingespielten Team um den visceralchirurgischen Chefarzt Dr. Jürgen Belz. Hinzu kommen die Arbeiten der Gesamtklinik zur Verbesserung der Behandlungsqualität und Patientensicherheit, die zuletzt vor zwei Jahren mit der Zertifizierung der Klinik honoriert wurde. Seitdem ist aber gerade im Patientensicherheitsbereich noch einiges mehr erreicht worden, z.B. die Integration eines „Beinahe-Fehler-Meldesystems“ wie in der Luftfahrt oder die Einführung von Patientenarmbändern, die zu einer noch größeren Sicherheit bei der Identifikation der Patienten geführt hat.










