(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Es war wohl doch nur ein Strohfeuer, doch keines, was alles verbrennt. Denn von den Gewinnen von rund 2 US-Dollar je Barrel (etwas mehr als 5 Prozent), die beide Rohölsorten gestern machten, bleibt nach einem Rutsch im Morgenhandel mit 1 Dollar immer noch genug übrig. Derzeit bewegen sich die Preise seitwärts.
Bei US-Leichtöl (WTI), das derzeit für deutlich über 83 Dollar gehandelt wird, können als Erklärung für den Aufwärtsstopp die Lagerdaten des Branchenverbandes American Petroleum Institute dienen. Die Reserven an Rohöl in den US-Tanks nahmen demnach um 600.000 Barrel in der vergangenen Woche zu. Damit hatte wohl niemand gerechnet – nach Förderausfällen und hoher Raffinerie-Auslastung. Daran lag wohl auch der erstaunlich hohe aufbau an Benzinreserven – um immerhin 4,6 Millionen Barrel. Nur bei den Mitteldestillaten (Heizöl, Diesel) ging es moderat bergab, und zwar um 200.000 Barrel.
Bei Nordseeöl (Brent), das derzeit über 10 Dollar gehandelt wird, kann dieses Muster nicht als Erklärung herhalten. Hier wurden schnell Gewinne mitgenommen ob des unverhofften Preisanstiegs. Denn nach wie vor gilt: Die fundamentale Lage, sprich die Versorgung Europas mit Öl, ist unverändert gut. Heizölverbraucher in Deutschland können heute mit stabilen Preisen rechnen.
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