(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen meldet für das erste Halbjahr 2011 einen Verbrauchsrückgang an Energie gegenüber 2010 um drei Prozent. Der Bedarf an leichtem Heizöl sank im selben Zeitraum um knapp ein Viertel, der Gasverbrauch nahm trotz konjunkturbedingtem Mehrverbrauch in der Industrie um über acht Prozent ab. Und der Festbrennstoffmarkt?
Alte Weisheit: Witterung bestimmt die Nachfrage
Im Dezember 2010 glitzerten nicht nur die Straßen wegen des Schnees und der klirrenden Kälte. Die Energielieferanten hatten ausgiebig Kunden und ein angemessenes Wintergeschäft. Die Energienachfrage der privaten Haushalte war ausgesprochen hoch und führte zu einem guten Jahresausklang.
Das Jahr 2010 war eines der kältesten seit langem. Doch schon wenige Wochen später zeigte sich das Wetter von einer anderen Seite. Die Temperaturen eines jeden einzelnen Monats, von Januar bis Juni, lagen höher als im Jahr davor (Bild 1). Die Auswirkungen waren im Brennstoffgeschäft deutlich zu spüren; der Verbrauch der privaten Haushalte sank deutlich um zweistellige Prozentwerte; gleichzeitig mit dem Minderverbrauch natürlich auch die Nachfrage. Die Telefone standen bei vielen Brennstoffhändlern für längere Zeit fast still.
Festbrennstoffmarkt moderat rückläufig
Die Temperaturentwicklung wirkt sich auch auf den Festbrennstoffmarkt aus. Gemäß den Zahlen des ersten Halbjahres 2011 erreichte der Braunkohlenbrikettabsatz im Hausbrand- und Kleinverbrauchermarkt (HuK) 389.000 t (Bild 2), das sind etwa sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. „Aufgrund der vergleichsweise milden Witterung wäre sogar noch ein deutlich geringerer Absatz zu erwarten gewesen. Hier hat der kalte Dezember die Nachfrage gestützt“, so die Einschätzung von Robert Fischer, Spartenleiter Vertrieb bei der Rheinbraun Brennstoff GmbH.
Doch wie das Jahresende ausgeht, bleibt abzuwarten, da das eigentliche Wintergeschäft erst im zweiten Halbjahr läuft. Auch 2010 lag der Brikettabsatz nach sechs Monaten niedriger als ein Jahr zuvor und am Jahresende verzeichnete die Branche im HuK-Geschäft ein Plus von ca. sieben Prozent.
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